﻿Der Kehlkopfspiegel.
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seine Untersuchungen tien Winter hindurch wegen mangelnden direeten Sonnenlichts in seinen Krankensälen nur unterbrach, so würde ich den in Ko. 13 enthaltenen Aufsatz unterdrückt haben, uni meiner wesentlich auf Beobachtungen an mir selbst gestützten Anempfehlung des Kehlkopfspiegels zu praktischenZwecken nicht den Anschein zu geben, als wäre sie geschehen, um dem Prim. Dr. Tübck die Priorität, auf welche ich übrigens nirgendsAns p r u c h ge m a e h t h a b e. zu entziehen, denn diese gebührt ihm jedenfalls ganz unbestreitbar.«
Wien, den 11. April 1858.
Man sieht, Herr Tükck hat damals mir gegenüber behauptet, er habe seine ersten Versuche behufs einer Verwendung des Kehlkopfspiegels, zu diagnostischen Zwecken vorgenommen, auch habe er dieselben »aus Mangel an directe in So inten licht« den Winter über nur unterbrochen, nicht aufgegeben; — und ich habe die Gefälligkeit gehabt, diese Behauptungen welche für Herrn Tükck das bedenkliche Dilemma einscliliessen, entweder eine unwahre Ausflucht gebraucht oder ein glänzendes Testimonium puuperlatis sicli ausgestellt zu haben, s. den Brief v. Prof. Brücke, gelten zu lassen. Ich habe ferner Herrn Tükck die Priorität zugestanden, — aber wohl gemerkt jene, » a u f w eiche ich ni r g ends An s p r u c h g e ni acht habe«, nämlich: dass er wie viele Andere auch sich vor mir mit dem Kehlkopfspiegel befasst habe. Dass obige Erklärung nur in diesem Sinne gegeben und verstanden werden konnte, musste Jedermann klar sein, der meine Aufsätze in der Wiener med. Wochenschrift No. 13, IS5S und die nachträglichen Bemerkungen in No. 17 und No. 32. 1S59 nicht gedankenlos gelesen hat.
Ucbrigcns gesetzt, ich hätte meine damaligen Versuche statt »wesentlich«, ausschliesslich an mir selbst angestellt, was selbstverständlich nicht der Fall war s. unten . und hätte nicht auch die erste Reihe von pathologischen Fällen, durch welche die Leistungsfähigkeit des Kehlkopfspiegels in pnuci bleibend dargethan wurde, mitgetheilt (2b. Februar 1859 ' , (als ausser Semeleder's Beobachtung, Störk's 2 Fällen und meiner Diagnose eines Larynx-polypen Wiener med. Wochenschrift 8. Januar 1859 noch gar keine praktischen Erfolge Vorlagen : und gesetzt Herr Tükck hätte wirklich bereits im Sommer 1857 und vor dem Bekanntwerden meiner von überraschendem Erfolge gekrönten Versuche speciell die Verwertliung des Kehlkopfspiegels zu diagnostischen Zwecken angestrebt, und seine Bemühungen nicht fallen lassen, sondern » a u s M a n g e 1 a n d i r e c t e m S'o n n e n 1 i c h t « ( ! ( j enen von mir benutzten Winter hindurch nur unterbrochen, ohne jedoch ein