﻿Der Kehlkopfspiegel.
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n n de ros K es ul tat., o h u e eine andere U e b e r z e u g u n g von der Bedeutung und Anwendbarkeit des Kehlkopfspiegels gewonnen zu haben, als er selbst in der Sitzung der Ges. d. Aerzte am 9. April 1S5S factisch mitzutheilen vermochte1! —
1 S. die Zeitschrift der Ges. d. Aerzte zu Wien Nr. 17, 26. April 1858. Sitzungsbericht : »Herr Prof. Czermak hielt einen freien Vortrag über den Kehlkopfspiegel mit Demonstration. Der Vortrag ist bereits (fl. April veröffentlicht worden«. — »Der Prim. llr. Dr. Türck, welcher sich schon im abgelaufenen Sommer mit Versuchen über die Verwendung des Kehlkopfspiegels zu diagnostischen Zwecken an Individuen seiner Abtheilung des allgem. Krankenhauses befasst hat, wahrt sich mit Bezugnahme auf einen in Nr. 13 der Wiener mod. Wochenschrift vom 27. März 1. J. enthaltenen Aufsatz: die Priorität der Anwendung des Kehlkopfs zu diagnostischen Zwecken, und gibt als ersten Schritt zu dieser Anwendung eine Methode an, durch welche es erst (! !; möglich wird, bei einer grösseren Anzahl von Individuen den Kehlkopf und die umgebenden Theile zu untersuchen. Da sehr viele Individuen das stärkere Andrücken des Kehlkopfspiegels an den weichen Gaumen nicht vertragen, so schont er diesen letzten möglichst, nachdem er durch vorläufiges starkes Hervorstrecken der Zunge bis zur Bildung einer nach oben concaven Rinne Raum für den Spiegel gewonnen hat, wobei das Atlimen nicht unterbrochen werden darf. Durch das Hervorstrecken der Zunge wird zugleich der Kehlkopf gehoben und so der Untersuchung näher gebracht. Oefters ist es gut, den Spiegel schief zu stellen.
Die Spiegel, deren er sich bedient, bestehen aus dem eigentlichen länglichen gut abgerundeten, kleinen Spiegel, aus einem unter einem stumpfen, durch die Weichheit des Metalls veränderlichen Winkel angesetzten geraden Stiele und einem die Verlängerung des letzteren vorstellenden geraden Griffe. Er schliesst mit der Bemerkung, dass er weit entfernt sei, allzu sanguinische Hoffnungen von den Leistungen des Kehlkopfspiegels in der Praxi s-zit h egen. Von der hier nur angedeuteten Methode (sic !) des Dr. Türck wird in dieser Zeitschrift eine ausführliche Beschreibung erscheinen«.
Und dies war Alles, was Herr Türck zu sagen wusste — zu einer Zeit, wo ich durch meine Versuche die Ueberzeugung von der grossen praktischen Bedeutung des Kehlkopfspiegels gewonnen, und mit aller Entschiedenheit öffentlich ausgesprochen hatte — zu einer Zeit, wo ich bereits unter Anderem mitgetheilt batte, dass es mir nebst den von Garcia erwähnten Tlreilen sogar gelungen sei, an mir selbst »die Theilungsstelle der Trachea und die Anfänge der Bronchien zur Anschauung zu bringen«, wofür ich Prof. Brücke und Dr, Elfinger als Augenzeugen anführte; zu einer Zeit endlich, wo ich die künstliche Beleuchtung, den Augenspiegel als Reflector, und Kehlkopfspiegel aus Glas oder Metall von rundlich quadratischer Gestalt und 6—14 W. L. Durchmesser mit langer an einer der abgerundeten Ecken angelötbeten Handhabe empfohlen hatte. Ja ich hatte damals bereits auf die Speculirung des Carum pfia-riingo-nasale und der Tubenmündungen, und auf die Möglichkeit der localen Behandlung unter Beihilfe des Kehlkopfspiegels ausdrücklich hingewiesen (vgl. Nr. 13 und Nr. 16 der Wiener med. Wochenschrift 1856). Hätte sich Herr Türck damals im Besitze einer besonderen, die praktische Verwertlmng erst ermöglichenden, auf ausgedehnte erfolgreiche Erfahrungen gestützten Explorations-