﻿Der Kehlkopfspiegel.
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hätte er etwa dann einen Anspruch auf Priorität im wahren und schöne n Sinne des Wortes gehabt?! Gewiss nicht s. die Vorrede zur ersten Auflage d. Schritt .
methode wirklich befunden oder überhaupt damals schon irgend etwas Erhebliches mit dem Spiegel geleistet gehabt, so hätte er es der Ges. d. Aerate wohl kaum vorenthalten und hätte nicht seine ausführlichere Mittheilung (wo das im Sitzungsbericht »Angedeutete« der eigenen »Methode des Hm. Du. Türck« etwas stark in den Hintergrund tritt erst [mehrere Monate später (28, Juni 1858) erscheinen lassen.
Herr Türok hat also erst im Verlaufe jencrMonate in Folge des von mir ausgegangenen Impulses sich wieder und zwar mit etwas mehr Erfolg und Energie als früher [auf den Kehlkopfspiegel geworfen und die aufgegebenen Versuche auf seiner Abtheilung fortgesetzt.
Nachdem Herr Dr. Semeeeder , den ich zur praktischen Verwerthung des Spiegels dringend aufgefordert und dabei mit Hath und That unterstützt hatte, die erste erfolgreiche Anwendung dieses Instrumentes bei einem Leiden des Zungengrundes gemacht und in dev Zeitschrift der Ges. d. Aerate zu Wien Nr. 28 mitgetheilt hatte, wurden nun auch wie verlautete auf Türck’s Abtheilung von Herrn Dr. Störk erfolgreiche Untersuchungen pathologischer Fälle mit dem Spiegel angestellt.
Da aber Monate lang gar keine Leistungen in der praktischen Laryngoskopie — (Stork's zwei Beobachtungen erschienen erst am 20. December 1858; — veröffentlicht wurden, so fürchtete ich. Herr Türok. welchem vor Allen die weitere Ausbildung und Begründung derselben obgelegen hätte, könnte die Sache wieder ganz einsehlafen lassen, und sah die Nothwendigkeit ein, dass ich selbst — ob-sehon der Praxis fernstehend — durch die Publication einer grösseren Reihe von Fällen, zu deren Untersuchung mir meine freundlichen Collegen in Pest immer reichlichere Gelegenheit boten, die Möglichkeit und Wichtigkeit der Anwendung des Kehlkopfspiegels darthun und weiter begründen helfen müsse, wenn ich nicht Gefahr laufen wollte, dass meine wiederholten Aufforderungen als sanguinische Theorien am Ende gar spurlos verhallen sollten.
Nachdem ich zunächst das éclatante Resultat der laryng. Untersuchung eines mir am 2. Januar 1851) von Dr. IIirschlek vorgestellten Patienten am S. Januar in Nr. 2, 185!» der Wien. med. Wochenschrift mitgetheilt hatte, liess ich meine mit Holzschnitten illustrirtcn »Beiträge zur Laryngoskopie « aus Dankbarkeit gegen die pester Collegen zuerst in ungarischer Uebersetzung: am 20. Februar im pester »Orvosi Hetilap«, dann am 5. März in der Wiener med. Wochenschrift Nr. 10 u. f. erscheinen.
Dass die Mittheilung jenes Falles vom 2. Januar und der anderen in den »Beiträgen« enthaltenen Fälle ihre beabsichtigte Wirkung nicht verfehlte, ersieht man daraus , dass Herr Türck in der Sitzung der Ges. d. Aerzte zu Wien vom II. März s. Zeitsch. d. G. d. A. Nr. 11, 11 März 1859) gleichfalls 7 Fälle mit-tlieilto, von denen vier, bei welchen das Datum der ersten Untersuchung ersichtlich ist, späteren Datums sind, als meine Mittheilung vom 8. Januar.
Ich überlasse cs dem unpartheiischerx Leser zu beurtheilen, ob es purer Zufall sein sollte, dass Herr Türck bei dem ungeheueren Material des wiener »11-gem. Krankenhauses gerade auch nur 7 Fälle mittheilte, von denen wenigstens Czennak, Schriften.	31