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Der Kehlkopfspiegel.
2)	den Spiegel vermittelst seines langen Stiels in der passenden Neigung an dem geeigneten Orte im Schlunde zu fixiren, wobei natürlich die Hegel gilt. dass die Spiegelfläche dem zu besehenden Theile und dem Auge des Beobachters unter gleichem Winkel zugekehrt sein muss ;
3)	seine Sehaxe möglichst in jene Richtung zu bringen, in welcher die hinreichend intensive Beleuchtung einfällt.
Auf diesem Wege gelingt es in der That, bei lebenden Menschen in die Tiefe des Pharynx zu sehen, die einzelnen Theile des Kehlkopfes und seine Umgebung deutlich wahrzunehmen und durch die weitgeöffnete Stimmritze sogar die Th eil ungis teile der Trachea und die Anfänge der Bronchien zur Anschauung zu bringen.1.
Es braucht wohl kaum hervorgehoben zu werden, dass das angegebene Terrain in concreten Fällen weder mit gleicher Leichtigkeit, noch in gleicher Ausdehnung zu übersehen ist, ja, dass gewisse Par-tliien der aufgezählten Beginnen überhaupt schwerer und später als andere2) zur Anschauung gebracht wurden. Oie Theile jedoch, welche
einzelner Muskeln auf die Zungen-Schluud-Kehlkopfmuskulatur auzuw'enden, uni unabhängig von dein Willen des Kranken die passende Stellung der Theile zu erzwingen. Wer jemals das lehrreiche Vergnügen hatte, Duchexxe, namentlich an der Muskulatur des Gesichts expei'imentiren zu sehen , wird diesen Vorschlag für manche Fälle vielleicht berücksichtigungswerth finden. — In der tiefen Narcose 1. c. Nr. 2) würde die Anwendung mechanischer Hilfsmittel eine breitere sein können.
1 Diese letztere überraschende Thatsache, welche Vielen lange Zeit fast unglaublich erschienen war und nicht wenig dazu beigetragen hat, die allgemeine Aufmerksamkeit auf den bis dahin missachteten Kehlkopfspiegel zu ziehen, habe ich zuerst am 1). April JUS auf Grundlage meiner autolaryngoskopischen Demonstrationen, in der Sitzung der Ges. d. Aerzte zu Wien veröffentlicht. Am 25. Januar lSöi) habe ich die Bifurcation der Trachea an einem Patienten (s. unten Fall (i; gesehen. Ein Jahr später hat endlich auch Herr Tükck meine Angabe bestätigt und dahin erweitert, dass die hintere Innenwand der Trachea und die ti Knorpelringe des rechten Bronchus im Spiegel sichtbar werden können.
- Garcia hatte mir die hinteren ~/g der Stimmbänder gesehen ; ich war zwar einen ziemlichen Schritt weiter gekommen, glaubte jedoch anfangs, dass zur Besichtigung des vorderen Insertionswinkels der Stimmbänder zwei gegeneinander geneigte Spiegel oder ein Convexspiegel von kleinem Eadius erforderlich sein dürften. Türck gab 1. c. Nr. ti) richtig an, dass man die ganze hintere Fläche der Epiglottis und den vorderen Insertionswinkel der Stimmbänder schon mit dem einfachen Kehlkopfspiegel sehen könne, dagegen hat er 1. c. Nr. 20.) das von mir vorgeschlagene Princip der Doppelspiegel benützend, eine Anordnung zweier Spiegel beschrieben, bei welcher man die hintere Innenw and des Larynx leichter und in grösserer Ausdehnung übersehen kann als mit dem einfachen Spiegel.