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Der Kehlkopfspiegel.
Spiegel eoncentrirt, von wo es auf die zu beleuchtenden Organe geworfen wird. Die einfallenden Beleuchtungsstrahlen sind in der Zeichnung als ausgezogene Linien markirt. Die punktirten Linien gehen beispielsweise die Richtung zweier Bildstrahlen an.
Das auf dem horizontalen prismatischen Arme des ÜUETE’schen Stativs verschiebbare Säulchen trägt einen kleinen in allen Richtungen beweglichen Planspiegel, in welchem sich der Beobachtete gleichzeitig selbst beobachten kann, während der fremde Beobachter durch die centrale Dehnung des Beleuchtungsspiegels blickt. Verfolgt man in der Zeichnung die punktirten Strahlen, so erkennt man auf den ersten Blick, dass beide Beobachter niemals genau dasselbe Gesammthild im Kehlkopfspiegel sehen können. weil ihre Sehrichtungen verschiedene Winkel mit der Reflexionsebene des Kehlkopfspiegels machen.
Der Selbstbeobachter sicht unter einem stumpferen, der fremde Beobachter unter einem spitzeren Reflexions-Winkel nach dem Kehlkopfspiegel. Ersterer wird daher stets die mehr nach hinten, der Letztere die mehr nach vorn gelegenen Tlieilc zu sehen bekommen müssen. Man vergleiche die beispielsweise gewählten punktirten Bildstrahlen, Der einfach punktirte Strahl kommt aus der Trachea und geht nach einmaliger Reflexion am Kehlkopfspiegel durch die centrale < Öffnung des Beleuchtungsspiegels in das Auge des fremden Beobachters. Der «o . — . — . — . — punktirte Strahl hingegen kommt von den hinteren Larvnxparthien und gelangt nach doppelter Reflexion am Kehlkopf- und am Gegenspiegel in das Auge des Selbstbeobachters. Trotz dieses Verhältnisses gibt es natürlich zahlreiche Punkte, welche für bestimmte Spiegelstellungen beide Beobachter gleichzeitig sehen können.
Ein dritter und ein vierter Beobachter etc. können sich so postiren. dass sie entweder an dem Rande des Hohlspiegels vorbei, oder mit dem Selbstbeobachter in den kleinen Gegenspiegel hineinsehen. Die von mir ersonnene Anordnung des Versuches erlaubt daher einem beschränkten Auditorium irgend einen passenden Gegenstand mit dem Kehlkopfs] iegel gleichzeitig zu demonstriren. Dasselbe Ziel liesse sieh in noch viel grösserem Massstabc erreichen. wenn cs bei recht intensiver Beleuchtung gelänge, das Bild, welches der Kehlkopfspiegel refleetirt, durch eine Art Camera nbsaim auf einen Schirm zu werfen 1 .
1 Während meines Aufenthaltes in London I sr,2 ist es mir unter dem freundlichen Beistand« des Herrn Prof. Fhaxki.and gelungen. im chemischen HOrsaal des St. Bartholomew''s-IIospitills, die bei prachtvoller elektrischer Beleuchtung erhaltenen laryngo&feopi'S'Chen Bilder in beträchtlich vergrösserten Dimensionen vermittelst einer Linse auf einen Schirm zu projiciren.