﻿Der Kehlkopfspiegel.
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verborgenen Regionen des menschlichen Körpers aufgedrängt ; und es gelang mir endlich wirklich auf diese Weise eine neue1 2) Explorationsmethode zu begründen, für welche ich den Samen: Rhino-skopie einführte.
Mein Verfahren das 1 Vincip der Liston-GARCiA’sehcn Unter-suehungsnicthode in dieser Richtung zu vervverthen erläutert der Holzschnitt Fig. 11, S. 514.
Es muss vor Allem hervorgehoben werden, dass das Gelingen einer rhinoskopisclien Untersuchung wesentlich davon abhängt, dass der weiche Gaumen hinreichend von der hinteren Rachenwand entfernt sei : die Rhinoskopie beruht ja darauf, dass der Nasenthcil des Pharynx und die Nasenhöhle durch den weit geöffneten Mund und Rachen von unten und hinten her speculirt werden ; es darf also der Kanal, durch welchen man blickt, weder durch die Zunge noch durch das Velum verlegt sein, sondern er muss möglichst weit offen stellen.
Zuweilen ist der weiche Gaumen gespalten und defect oder er hängt, während die Zunge tief genug steht oder nöthigenfalls mit einer Spatel, die der zu Untersuchende selbst halten kann, niedergedruckt wird, in der Art frei herab, dass die Untersuchung, insehr vielen Fällen selbstverständlich schon ohne weiteres möglich ist.
Wen n dies aber nicht der Fall ist oder wenn ein möglichst unbeengter Einblick erfordert oder gewünscht wird, dann muss der
1 Rieht» destoweniger liât Herr Tluick in seiner blinden Polemik gegen mich meinen Vorschlag zur Besichtigung dieser Theile als "absolut-unausführbar« und »völlig widersinnig« erklärt. Er sagt in Nr. 2(1 der Allgem. Wiener med. Zeitung S. 196 wörtlich : »Jeder, den nicht ein B lick auf die betreffenden Theile an einem in der Medianlinie durchschnittenen Kopf ii her das völli g W i der si n nige dies o r V erschlüge bele h r t h a t, w i r d sicher nach dem ersten Versuch an Lebenden zu dieser Einsicht gel an gen«. Diesen unglaublichen Passus hatte ich in der ersten Auflage meiner Schrift aus Schonung für Ilrn. TOrck unterdrückt.
- Die Rhinoskopie hat — wie die Laryngoskopie — vor meinen Bestrebungen weder der Sache noch dem Namen nach existirt.
Alles Einschlägige, was ich nachträglich in der Literatur auftinden konnte, beschränkt sich auf die Andeutung Bozzixi’s in seinem »Lichtleiter«, Weimar 1S07 S. !), dass »um das Auge auf Gegenstände zu führen, welche von der geraden Richtung abweichen (z. B. hinter dem hängenden Gaumen, bei Fussgeburten.. . u. s. w3 eine Leitung erfordert wird, welche durch Spiegel die Strahlen bricht«; — und auf die Angabe Wilde’s : (PraktischeBemerkungen über Ohrenheilkunde, a. d. Engl, von Haselberg, Göttingen 1835, S. 41 !l) in einem Falle den (vergeblichen) Versuch gemacht zu haben, die Tubenmündung vermittelst eines Spiegelchens zu besichtigen.
Czermak, Schriften.