﻿516
Der Kehlkopfspiegel-
oder trachte doch zunächst Individuen 211 finden, welche sich durch einen unempfindlichen und weiten Nasenrachenraum zu Erstlingsversuchen besonders eignen.
Ein sicheres und unschädliches Mittel zur künstlichen Auästhcsi-rung des Gaumens und Hachens dürfte selbst für den Geübten in einzelnen besonders schwierigen Fällen eine schätzbare Erleichterung der rhino-, zum Th eil auch der laryngoskojiischen Untersuchungen und Operationen und besonders der Eröffnung der Nasenklappc bedingen, und ich will hei dieser Gelegenheit nicht zu erwähnen vergessen, dass man mich im Frühjahr I860 in Paris auf das »bromure de potassium, qui aurait rendu à Mr. le prof. Gosselin des services dans la stu-phyloraphie, connue, aneslhêtique special de la région pharyngienne « (s. Gazette méd. de Paris, 14. Avril lsßO, p. 225 aufmerksam gemacht hat, und dass ich selbst bereits 1858 1. c. Nr. 2. S. 268. auf die Narkose vermittelst Zahnarzt Weiqeii'ä Mischung von Aether und Chloroform hingewiesen habe.
Was immer die Zukunft in dieser beziehung bringen mag, man wird stets noch Individuen finden, hei wichen die rhinoskopischc — wie die laryngoskopische — Methode mit befriedigendem Erfolg nicht sogleich oder selbst überhaupt gar nicht angewendet werden kann, z. P. wegen extremer Rachenengc. Verwachsungen oder anderen ungünstigen Vorkommnissen.
Diese Beschränkung gilt mehr oder wenigen- von jeder Explorationsmethode.
1st es aber gelungen den Schlundkaiial. durch welchen speculirt werden soll, hinreichend wegsam zu madien, und ist die Beleuchtung in bekannter Weise regulirt, so kann die Einführung des Spiegels und die Inspection der einzelnen Tlieile hingegen verhältnissmiissig sehr leicht bewerkstelligt werden.
In dieser Beziehung gelten hier natürlich dieselben allgemeinen Regeln wie in der Laryngoskopie.
Hier wie dort wird sich Derjenige, welcher mit den Gesetzen der Katoptrik und der Topographie der Th# vertraut ist und nicht geradezu gedankenlos verfährt, hinsichtlicli der Führung des Spiegels und der speziellen Anordnung des Versuch - sehr bald zurecht finden.
Vielleicht ist es Manchem Willkomm®, sich durch einen Blick auf den beigedruckten Holzschnitt vorläufig zu orientiren.
Die Skizze stellt die linke Hälfte eines halbirten Schädels und Halses von innen dar. Der Schädel ist stark gegen den Hals zurück-geneigt. Auf dem Septum nur hm sind die Einzelnheiten der äusseren Nasenliöldenwand, die Nasenmuscheln tiud Gänge und vorn, unten