﻿Der Kehlkopfspiegel.
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das von Einzelnen vielleicht schon längst hie nnd da angewendetc Instrument zur allgemeinsten und ausgedehntesten Benutzung empfehle, da es bisher Niemandem eiufiel diess zu thun..........Wenn man be-
denkt, dass man bisher so kühn war aufs Geradewohl den Aetzmittel-triiger bis an diese Th eile zu bringen, während vermittelst eines passend angebrachten Spiegels das Auge der sichere Führir der 11 a n d werden k o n n t e, so muss man sich billig verwundern, dass Gakcia’s naheliegende Idee nicht schon längst und allgemein von den Aerzten praktisch verwerthet worden ist. Hat doch jeder wohleinge-richtete Zahnarzt seine Mundspiegelehen — und um wie viel wichtiger ist nicht wegen der Dignität der betreffenden Organe, Gakcia’s Kehlkopfspiegel ’! ! «
Ferner habe ich 1) diese Idee zuerst auch wirk lieh aus g e-fiihrt (Februar 1859) und mein dabei befolgtes Verfahren veröffentlicht: 2, wiederholt und ausdrücklich hervorgehoben, dass die Laryngoskopie »hiermit ein neues weites Feld« »in operativer Beziehung« gewonnen habe. — und 3 die weitere Bearbeitung und Ausbildung des von mir angegebenen thatsächlieh möglichen Verfahrens der Führung der Hand vermittelst des Spiegels in jenen tiefverborgenen Regionen empfohlen ')•
1 Vgl. 1. c. Nr. 12 8.183: ». . . Als ich den Patienten am 10. Februar (1850) wieder untersuchte, war der Zustand seines Kehlkopfs fast unverändert,; nur war die entzündliche Röthe der die Arytcnoidknorpel einsehlies,senden Schleimhaut falte ganz gewichen und hatte einer blassen Färbung Platz gemacht, zugleich war die pralle Spannung verschwunden und es hatte den Anschein, als ob dieselbe ödematös infiltrirt wäre. . . . Bei so bewand ton Umständen war eine Aetzung der Thetle mit lapis infcrnalis indieirt und ich führte dieselbe am folgenden Tage im Beisein des Herrn Prof. v. Balassa vermittelst eines langen, passend gebogenen Aetzmittelträgers und unter Beihilfe des Kehlkopfspiegels aus. Bei der ruhigen, geschickten Haltung des Patienten war es mir möglich, die Anschwellungen über den Arytcnoidknorpeln mit dem Aetzmittel genau zu treffen, indem ich zuerst den Kehlkopfspiegel mit der linken Hand einfiihrte und so fixii'te, dass ich nicht nur die Kehlkopftheile, sondern auch den mit der rechten Hand eingeb rächten Ae tz m i tt e 1 träger sehen und auf die bezeichneten Stellen leiten konnte. . . . Nachdem der Patient den verhiiltnissmässig geringen llustenanfail in Folge des Reizes überwunden hatte, überzeugte ich mich nach abermaliger Inspection mit dem Kehlkopfspiegel, dass sieh auf den bezeichneten Stellen zwei ausgiebige, scharf-umschriebene, kreide weisse Schorfe gebildet hatten. Die beabsichtigte Aetzung war somit als vollkommen gelungen zu betrachten. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, dass die Sicherheit, mit welcher dieselbe ausgefiihrt werden konnte, milder Anwendung des Kehlkopfspiegels zu verdanken ist, indem nur durch diesen bei derartigen operativen Eingriffen, . . • > das Auge zum Führer der Hand« gemacht und jene Sicherheit im Operircn ermöglicht wird, welche bisher nur einem