﻿Der Kehlkopfspiegel.
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ende mit der feinen Oeffnung liât sich dann ebenso genau auf den wirklichen Kehlkopftheil gerichtet, den man treffen will, und lässt man nun plötzlich einen Luftstrom durch die Röhre streichen, so wird derselbe die in der Röhre enthaltenen Flüssigkeitstropfen oder pulverisirten Theilchen mit sieh reissen und in gerader Richtung an den gewünschten Ort im Kehlkopf oder in der Trachea bringen, wenn die Athemhewegungen des Patienten nicht zu heftig sind. Der Holzschnitt Fig. 15, S. 52(3 erläutert den Sinn dieser Anordnung und zugleich, mutât is mutandis, im Allgemeinen das Princip der Führung der operirenden Hand durch das Auge vermittelst des Spiegels.
Das Zielen mit dem kürzeren Röhrenschenkel im Spiegelhilde geschieht ganz in derselben Weise wie das Zielen mit einem Schiessgewehr — und man kann an jenem ebenso wie hei diesem eine Art »Mücke« anbringen, um sich das sichere Zielen zu erleichtern. Je länger übrigens der kürzere Röhrenschenkel ist, desto leichter kann man ohne weiteres richtig zielen.
Wie die Stellung und Neigung der winkelig gebogenen Röhre oder des Spiegels verändert werden müsse, damit das gespiegelte kürzere Röhrenende die erforderliche Richtung heim Zielen bekomme, darüber wird der Beobachter natürlich sofort durch das Spiegelbild selbst belehrt.
Man kann oft mit grossem Vortheil die Röhre von der Spiegelfläche weit entfernen und den Kehlkopftheilen beim Zielen bedeutend annähern.
Um die im vorderen verengten Röhrenende enthaltenen Flüssigkeitstropfen oder das in einer aufschraubbaren Erweiterung befindliche Pulver hervorzutreiben, wird, wie bei den vielen ähnlichen lujections-vorrichtungen, welche existiren, comprimirte Luft benützt.
Man kann zu diesem Ende durch einen an die Röhre angesteckten Kautschukschlauch nach dem Vorgänge von Stökk oder Semeledek einen Luftstrom aus seinem eigenen Munde einblasen.
Noch besser ist es jedoch, den Kautschukschlauch länger zu nehmen und in einen Ballon mit Ventilen enden zu lassen, den man zwischen den Knieen oder durch einen Tritt mit dem Fuss comprimirt, weil die Luft dann nicht feucht ist, wie die aus dem Munde kommende.
Den Kautschukhaiion unmittelbar an die Röhre anzubringeu und mit dem Daumen zu eomprimiren, ist liier weniger angezeigt, da sich durch diese Bewegung die Zielrichtung gerade im entscheidenden Moment leicht verrückt.
.Sehr vorteilhaft müsste es sein, die Ausstrümungsöffnung von