﻿Der Kehlkopfspiegel.
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Ich erzeugte zunächst vermittelst meines Selbstbeobachtungsapparates bei concentrirter Sonnenbeleuchtung in bekannter Weise möglichst lichtstarke laryngo- und rhinoskopische Spiegelbilder, welche statt wie bei meinen gewöhnlichen Demonstrationen, direct in das Auge des fremden Beobachters zu fallen, von dem hinter und über dem grossen Beleuchtungsspiegel aufgestellten, photographischen Apparat aufgefangen und auf die matte Glastafcl desselben projicirt wurden.
Mein Freund Herr D. Bkeisky, dem ich hiermit für seine gefällige Mitwirkung öffentlich danke, überwachte die richtige und scharfe Einstellung der Bilder in der Camera ; und Herr Brandeis besorgte hierauf den photographischen Tlieil der Aufnahme.
Ich liess die laryngoskopischen Spiegelbilder aus naheliegenden optischen Gründen in sehr verkleinertem Maassstab, aber möglichst scharf aufnehmen. Die erhaltenen negativen Bilder wurden dann in bekannter Weise vergrössert, um lebensgrosse, positive Matritzen zu geben, die entweder gegen das Licht gehalten. unmittelbar benützt wurden oder durch abermalige Aufnahme in negative verwandelt, endlich auf Papier copirt wurden.
Als photographischer Apparat diente ein gewöhnlicher sogenannter »Multiplicator« Berliner Fabrikation, d. i. eine Camera mit 4 Objecti-ven. in welcher gleichzeitig 4 Bilder entstehen, von denen immer je zwei, nämlich die beiden oberen zusammen und die beiden unteren zusammen, im Stereoskop combinirbar sind.
Da es sich beim Photographiren des Kehlkopfes um eine möglichst rasche Aufnahme beweglicher Theile handelt, so wurde die Expositionszeit zwar möglichst abgekürzt, doch muss ich bemerken, dass sich Herr
stisch emporsteigende Ansatzrohr, welches durch die Epiglottis, die Arytaenoid-knorpel und die ary-epiglottischen Falten gebildet wird, seitlich davon dringt der Blick in die tiefe mit Schleimhaut ausgekleidete Grube, welche bekanntlich jeder-seits zwischen der Innenfläche des Schildknorpels und der Aussenfläclie des Ringknorpels und des Lkj. ary-epiglottieum übrig bleibt. Sinus pyriformis (Turtual). Beide Ansichten sind nicht genau in der Medianlinie aufgenommen, wodurch die asymmetrische Aneinanderlagerung meiner Arytaenoidknorpel (die Cornua Santorini kreuzen sich, das der rechten Seite greift nämlich vollständig über das der linken Seite herüber, vgl. über diese Asymmetrie Garcia’s und meine früheren Angaben 1. c. Taf. II, Fig. 5; noch auffallender hervortritt. Die Ansicht Nr. 2 ist zugleich mehr von hinten, die Ansicht Nr. 1 mehr von oben aufgenommen, weshalb in Nr. 1 von den Arytaenoidknorpeln weniger, vom Zungengrunde mehr im Spiegelbilde erscheint, als bei Nr. 2. — Nr. 3 ist eine rhinoskopische Photographie auf Glas und gibt ein verkleinertes Bild des Septums, der rechten Choane, der mittleren und oberen Nasenmuschel, und eines Theiles der Hinterfläche des Gaumensegels ; die linke Choane liegt im Schatten.