﻿Der Kehlkopfspiegel.
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Bk ax dels das zu den sog. instantanen Photographien dienende Collo-diumpräparat noch nicht zu verschaffen wusste.
Um übrigens wenigstens keine Zeit zwischen dem Aufsuchen und Einstellen des Bildes auf der matten Glastafel der Camera, und dem Einschieben und Exponiren der empfindlichen Platte verlieren zu müssen. habe ich eine Einrichtung ausgedacht, und an dem »Multiplicator« des Herrn Brandeis anbringen lassen, welche meines Wissens von den Photographen noch nicht in Anwendung gezogen worden ist.
Ich habe nämlich in der Rückseite des Schiebers, welcher die prä-parirte Platte einschliesst, gerade an der Stelle, wo eines jener 4 gleichzeitig entworfenen Bilder projicirt wird, ein kleines Thtirchen aus-schneiden und daselbst statt der mit Collodium überzogenen Glastafel eine mattgeschliffene einsetzen lassen.
Es ist leicht zu verstehen, wie man durch diese Einrichtung in den Stand gesetzt wird, die richtige und scharfe Einstellung des Apparates nach dem einen auf der matten Glastafel projicirten und durch das Thürehen in der Wand des Schiebers fortwährend sichtbaren Bildchens zu fiuden und in dem günstigsten Momente sofort durch Abheben des Deckels der 3 übrigen. Ins dahin verschlossenen Objectivlinsen. die photographische Aufnahme dreier Bilder zu bewerkstelligen, von denen die beiden unteren stereoskopisch combinirbar sind.
Ich brauche kaum zu erwähnen, dass die 4 im Multiplicator entstehenden Bilder niemals congruent sind, sondern constante parallaktische Differenzen zeigen und dass diesem Umstande natürlich Rechnung getragen werden müsse, wenn man in der angedeuteten Art die gemeinschaftliche Einstellung und Aufstellung des Apparates nach den Conturen des einen sichtbaren Bildchens besorgen will.
Mit dieser erprobten Verbesserung, welche ich am Multiplicator anbrachte, mache ich mich anheischig — vorausgesetzt, dass momentan arbeitendes Collodium angewendet wird — auch die schwierigsten, so zu sagen nur im Fluge zu erhaschenden Anordnungen meiner Kelil-kopftheile, ja selbst pathologische Befunde bei sonst ungeübten Individuen , sobald sie der laryngoskopischen Untersuchung nur einiger-maassen bequem zugänglich sind, photographisch fixiren zu lassen, wobei der von Dr. Lewin1; zuerst angegebene »Fixateur« des Kehlkopfspiegels gute Dienste leisten dürfte. «
Die obige Mittheilung ergänzte ich in der Sitzung vom 3. April 1S62 durch folgende Notiz »über die laryngoskopischen Photographien und über das Mikrostereoskop.«
1 Die Laryngoskopie, Berlin Hirschwald, 1860, S. 4.