﻿Der Kehlkopfspiegel.
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welche ich über den Vorgang des luftdichten Verschliessens des Larynx angestellt habe. Um genau Zusehen zu können, wie sich die einzelnen Theile des Kehlkopfs beim Acte des Verschliessens verhalten und betheiligen, ging ich von jener Anordnung aus, welche den freiesten Einblick in das Innere des Kehlkopfes gestattet (vgl. Taf. 23, Fig. 5) und leitete dann den Verschluss behufs des Drängens vermittelst der Bauchpresse oder behufs des scharfen Anlauten- oder Abschnappenlassens der Stimme willkürlich ein. Unter diesen Umständen tritt der ganze Vorgang in seiner einfachsten, reinsten Form auf und ist der Beobachtung am zugänglichsten. «
“ Ich erkannte auf diesem Wege, dass zur Herstellung eines ganz festen luftdichten Verschlusses 1. die Arytaenoid- Knorpel mit ihren Innenseiten und den Processus vocales sich fest an einander drücken und so auch die Bänder der wahren Stimmbänder zur gegenseitigen Berührung bringen, 2. die falschen Stimmbänder bis zum Verschwinden der Venir. Morgagni an die wahren sich anschmiegen, indem sie sich zugleich gegenseitig nähern und endlich 3. der Kehldeckel mit seinem nach innen noch convexer vor springend gemachten Wulst von vorn nach hinten fortschreitend auf die geschlossene Glottis fest aufgedrückt wird«1).
“Alle diese Veränderungen geschehen theils gleichzeitig, tlieils so rasch nacheinander, dass es grosser Aufmerksamkeit bedarf, um sie ins einzelne zu verfolgen. Ob sich die falschen Stimmbänder z. B. auch bis zur wirklichen Berührung ihrer Ränder in der Medianlinie nähern, wie die wahren, kann ich aus diesem Grunde nicht entscheiden, der aufgedrückte Kehldeckelwulst entzieht sie nämlich eher dem Blicke, als ihre gegenseitige Näherung eventuell zu einer wirklichen Berührung geworden ist. Uebrigens erscheint gerade jener Wulst ganz geeignet eine zwischen ihnen etwa übrigbleibende Furche oder Rinne
1 «Ich kann hier die beiläufige Bemerkung nicht unterdrücken, dass es mir paradox erscheint, warum die sonst gegen jede Berührung so überaus empfindlichen Glottistheile die gegenseitige und die Berührung mit dem Epiglottiswulst ertragen, ohne dass jene heftigen Reflexerscheinungen auftreten, welche die Wegsamkeit der Passage zu überwachen und nöthigenfalls gewaltsam herbeizuführen bestimmt sind. Ist das Nichtzustandekommen eines Reflexes in der Qualität jener Berührung oder in einer Eigenthümlichkeit des nervösen Reflexmechanismus begründet ?
Aehnlich verhält es sich übrigens auch hinsichtlich der Auslösung vonReflex-erseheinungen von den Schlund- und Gaumentheilen aus.
Die hervorgehobene Eigenthümlichkeit dürfte einen vielleicht nicht ganz " erthlosen Fingerzeig geben zur Herstellung der passendsten Beschaffenheit« (der laryngoskepischen, » Instrumente«.
Czermak, Schriften.
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