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Dor Kehlkopfspiegel.
bleibt eben tier K e h 1 k o p f oben noch offen, wenn gleich die 61 o 11 i & durch Aneinanderlagerung der Stimmbänder und Taschenbänder luftdicht verschlossen sein mag.
Eben so klar ist aber auch die oben angedeutete nothwendige m echanisclieF olge des aufgedeckten vollständigen ( dreifachen Mechanismus des K eh 1 k o p f Verschlusses für die Sicherung und Festigkeit des Glottis Verschlusses bei möglichster Ersparnis« an Kraftaufwand.
Wer es in dieser Beziehung für völlig gleichgültig halten könnte, ob der breite Epiglottiswulst, auf die, in horizontaler Bichtung luftdicht gegeneinandergedrückten wahren und falschen Stimmbänder, auch noch in vertical er Bichtung aufgedrückt wird oder nicht, der hätte eben keine Ahnung von der sinnreichen Einfachheit dieser ganzen, factisch vorhandenen Einrichtung, welche beim starken Drängen, beim Schlingen und beim willkürlichen Versuch, wenn derselbe mit der gehörigen Energie und Geschicklichkeit angestellt wird, inActivität kommt.
Bezüglich der Beurtheilung der mit den erwähnten Missverständnissen in Verbindung stehenden und wieder aufgetauchten Magkxdie -sclien Lehre von der Unwesentlichkeit der Epiglottis für das Schlingen bemerke ich schliesslich, dass das eben Gesagte zunächst als richtig festzuhalten ist.
Auf der anderen Seite ist es allerdings eben so richtig — und ich habe 1. c. Nr. 4) selbst die betreffende Stelle aus Hyktl’s Ilandb. der topogr. Anatomie, Wien 1847, B. I, p. 305 citirt — dass es Fälle gibt, »wo auch nach completer Destruction des Kehldeckels das Schlingen wieder seinen regelmässigen Gang nahm, was sich nur daraus erklärt, dass die Glottis mit jedem Schlingacte vollkommen geschlossen wird.«
Erst vor 2 Jahren hat Stork wieder einen hierher gehörigen in-structiven Fall laryngoskopisch untersucht und in der Zeitschrift für prakt. Heilk. Nr. 40, 1860. beschrieben, bei welchem der Kehldeckel fast gänzlich zerstört war, das Verschlingen flüssiger und fester Speisen aber ohne irgend eiue Beschwerde von Statten ging, indem sicli die falschen Stimmbänder im Verein mit den Lig. ary-epigl. durch ihre kreisförmige Zusammenziehung derart wulsteten, dass sie die wahren Stimmbänder vor Berührung schützten.
Es unterliegt also keinem Zweifel, dass der Schlingact auch ohne Kehldeckel ungehindert von Statten gehen kann.
Allein es wäre mindestens — unlogisch, hieraus schliessen zu wollen, dass der vorhandene,unversehrte Kehldeckel jene Bolle beim Verschlüsse des Larynx während des Sehlingens nicht spiele, welche ihm nach meinen directen Beobachtungen zukommt.