﻿554
Der Kehlkopfspiegel.
K ehl deck el und Ar y tae n oidknorp el cl. la. sämmtliche Theile, die zum Verschlüsse der Fissura laryngis beitragen und an den Kündern in tönende Schwingungen versetzt werden können . so enthält Purkyne-Brücke's scharfsinnige Voraussetzung die volle Wahrheit.
3. Kehlkopf-K der Nie der Sachsen.
lieber das Kehlkopf-/} der Niedersachsen kann ich zwar keine neuen directen Beobachtungen bcibringen. indem dasselbe bei jener Disposition der Theile durchaus nicht zu erzeugen ist. welche vermittelst des Laryngoskops einen freien Einblick in das Kehlkopt-Innere gestattet; denn erst, »wenn man einen immer tieferen und tieferen Ton zu singen sucht und dabei vermöge der wachsenden Abspannung seiner Stimmbänder zuletzt die untere Grenze seines Stimmumfanges überschreitet«, kommt jener »Zitterlaut des Kehlkopfes« zum Vorschein, der nach Brücke im Plattdeutschen, wenigstens in dem Dialekt von Neuvorpommern und Rügen das /} zuweilen vertritt ; — und dann verdeckt bekanntlich die Epiglottis durch ihre Stellung alles tiefer gelegene !
Nichtsdestoweniger glaube ich mit Zuhilfenahme einer Bemerkung Brücke’s über diesen seiner Muttersprache ungehörigen Laut, durch meine Ermittelungen über das Ain, einen nicht unwesentlichen Beitrag zur genaueren Kenntniss der physiologischen Bedingungen dieses Lautes liefern zu können.
Brücke sagt nämlich a. a. O. S. Kl : »Wenn man den Zitterlaut des Kehlkopfes, das Kehlkopf-/} der Niedersachsen hervorbringt und dann mit dem Tou der Stimme in die Höhe geht, aber doch das Zittern beizubehalten sucht, so erzeugt man unter dem Gefühl von leichtem Drucke in der Kehle einen harten, knarrenden Ton — das Am der Araber«.
Da wir nun wissen, welches die eigenthümlichen physiologischen Bedingungen für die Hervorbringung des Am sind, so dürften wir hiernach wohl mit Sicherheit auf die Bedingungen des Kehlkopf-/I zurückschliessen können.
Beim Ain, wo die Theile, wie schon das subjective Gefühl lehrt, in solcher Spannung und gegenseitiger Näherung sind, dass gewisse Stellen der Ränder der dreispaltigen Fissura luryngeu in tönende Schwingungen versetzt werden können, so unterliegt es nunmehr keinem Zweifel, dass beim Kehlkopf-/}, mit der »wachsenden Abspannung «, dieselben nun erschlafften Theile » nicht mehr in der gehörigen Weise tönen, sondern in einzelnen vernehmbaren Stössen zittern und dadurch ein Geräusch hervorbringen, welches, wenn man es mit