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Der Kehlkopfspiegel.
durch die centrale Oeffhung im Augenspiegel blickende Auge des Beobachters, ab (s. oben Abschn. IV.).
Es versteht sich von selbst, dass das in die Canule eingeführte Spiegelchen das Athemholen etwas beeinträchtigte, doch störte dies die Untersuchung keineswegs. Um das sich Beschlagen des Spiegclchens mit Wasserdampf zu verhüten, musste dasselbe vorher erwärmt werden: da es jedoch aus sehr dünnem Metall gearbeitet war, so kühlte es sehr rasch aus und musste in kurzen Zwischenräumen immer wieder herausgezogen und neuerdings über die Flamme gehalten werden. Um durch dieses lästige Manöver die Untersuchung nicht fortwährend unterbrechen zu müssen, ersann ich mir ein neues Verfahren, die auf dem Spiegel sich iiiedersclilagenden Wasserdämpfe unschädlich zu machen, welches darin besteht, die reflectirende Fläche des Spiegel-ehens mit einer ganz dünnen gleichmässigen Schichte einer saturirten Lösung von Gummi arabicum u. dgl. zu bestreichen, wodurch die spiegelnde Fläche denn auch hinreichend lange vollkommen blank erhalten wurde.
Auf die angegebene Weise konnte ich die verschlossene Stelle des Larynx überaus genau und bequem von unten her untersuchen und erkannte, dass das rundliche Lumen des Kehlkopfes unterhalb des freien Randes der wahren Stimmbänder durch zwei von den seitlichen und den hinteren Regionen ausgehende Schleimhautgeschwülste verlegt ist. InFig. 16 6. habe ich das Spiegelbild skizzirt: man sieht eine seichte longitudinale Furche, welche die beiden Wülste, indem sie zu-sammenstossen, begrenzen. Die linke Seite des Bildchens entspricht der rechten Seite des wirklichen Kehlkopfes und umgekehrt — gerade so, wie bei den übrigen laryngoskopischen Bildern, dagegen entspricht hier der obere Rand des Bildchens der hinteren Peripherie des Kehlkopflumens, der untere Rand der vorderen Peripherie, genauer bezeichnet dem innern Wundrande der laryngotomischen Oeffnung, an welchem sich kleine Wucherungen zeigen, die zuweilen an Grösse zuzunehmen scheinen. Das Diagramm Fig. 16c gibt eine Vorstellung von der Configuration des Schleimhautüberzuges im Innern des der Länge nach von rechts nach links durchschnittenen Kehlkopfes. Man erkennt, wie die die Trachea auskleidende Schleimhaut innerhalb des Kehlkopfes jederseits zwei übereinanderliegende, durch den Venir. Morgagni [v. m. gesonderte, gegen das Lumen des Kehlkopfes vorspringende Duplicaturen oder Falten bildet; u. st. entspricht dem wahren, o. st. dem falschen Stimmbande. In unserem Falle sind in Folge der skrofulösen Infiltration die untern Theile der die untern Stimmbänder bildenden Schleimhautfalten so hervorgewulstet, wie die