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Der Kehlkopfspiegel.
College Herr Prof. v. Balassa am 25. Februar 1. J. mit gutem Erfolge ausführte.
Ich benutzte natürlich sofort die Gelegenheit, die laryngoskopische Untersuchungsmethode durch die gefensterte Athnrangscanüle neuerdings zu erproben. Die Ausbeute an Beobachtungen war, im Einklang mit den gehegten Erwartungen, in diesem Falle reicher als in dem ersten. da es sich hier nur um eine Stenosis und nicht tun eine völlige Verschliessnng des Larynx handelte.
An sonnigen Tagen benutzte ich zur Untersuchung directes Sonnenlicht , welches ich mit einem kleinen Augenspiegel auf dem in die gefensterte Canttle eingebrachten ovalen stählernen Kehlkopfspiegelchen concentrirte. Da die zur Befestigung der Haltbänder dienende, etwas geneigt stehende Scheibe der Canttle einen stumpfen Winkel mit den einfallenden Strahlen bildet, und die Innenfläche der Canttle meist mit einer dünnen Schichte vertrockneten Schleims belegt ist. so fand kein störender, das Auge blendender Nebenreflex statt. Die Beleuchtung der Kehlkopftlieile ist unter diesen Umständen trotz der Kleinheit des Spiegelchens wahrhaft brillant zu nennen und können die kleinsten Einzelnheiten der Schleimhautauskleidung des Kehlkopfes bei der Nähe der Theile mit überraschender Deutlichkeit unterschieden werden.
Es genügt zu dieser Untersuchung auch gewöhnliches Lampenlicht .
In der beigedruckten Fig. 19, 1 gebe ich eine Skizze des auf diesem Wege einige Zeit nach der Laryngotomie erhaltenen Bildes des
Kehlkopfinnern. Man sieht durch die offene ^■v Stimmritze von unten in den Larynx hinein. ”	: | ■ Vergegenwärtigt man sich die Lage des Kelil-
| kopfspiegelchens, wie sie durch das Dia--a	gramm (s. oben Fig. 10, S- 5111 anschaulich
gemacht wurde, so versteht es sich von selbst, Flg'1!j-	dass Alles, was in der Zeichnung oben er-
scheint, in Wirklichkeit hinten liegt, was unten — vorn : während die Seitentheile des Bildes den entgegengesetzten des wirklichen Kehlkopfes entsprechen.
au sind die vorspringenden Ränder der wahren Stimmbänder, welche vom innern Winkel des Schildknorpels entspringen und die Glottis begrenzen : nach oben (hinten) verlieren sie sich in den Schleimhautüberzug der Arytaenoidknorpel und des Ringknorpels.
bb ist eine Stelle unterhalb der Processus vocales, wo sich der Conus elasticus plötzlich verengt.
c entspricht dem obern Theile der hinteren Larynxwand. und d der Spitze des Arytaenoidknorpels der rechten Seite. Auf der Fläche c