﻿576
Uer Kehlkopfspiegel.
nur das untere Stimmband völlig verdeckte. sondern die Athmnngs-spalte beträchtlich verengte und über das begrenzende Lkj. ury-epi-
(jlottkum so zu sagen hervorquoll Fig. 26 . Diese unförmliche Masse war dunkel gefärbt. an ihrem hinteren inneren Ende an einer linsengrossen Stelle in misstar-bige Jauche zerdiessend, im übrigen — wie ich mich durch eine sorgfältige unter Beihilfe des Kehlkopfspiegels unternommene Bifühlung mit einer langen, passend gekrümmten Sonde überzeugte hart.
Es wäre in diesem Falle leicht möglich gewesen. zur genaueren pathologisch - anatomischen Beurtheilung nach Middeldorff’s akido-peirastischer Methode Partikelchen derselben zu entfernen und. wenn rathsam, die ganze Masse galvanokaustisch anzugreifen und zu zerstören.
V ierzelinter F all.
B. F., l-ljähr. Mädchen 26. Juni ISS9) ist mit einem erbsengrossen. blumenkohlartigen Gewächs behaftet, welches mit seinem Stiele so an der hinteren Rachenwand aufsitzt, dass der Eingang in den Larynx verdeckt und fast ausgefüllt wird. Ferner ist der Zungengrund und der Raum zwischen diesem und der Epiglottis über und über mit solchen Excrescenzen bedeckt. Am 5. Juli entfernte Prof. v. Balassa die gestielte und einen Tlieil der übrigen Excrescenzen auf galvanokaustischem Wege, wodurch die Epiglottis und der Larynx frei und sichtbar wurden. Der Epiglottisrand ist unbeweglich quer über den Larynx gespannt und trägt einige kleine Wucherungen, während das Kehlkopfinnere noch normal ist.
Fünfzehnter Fall.
J. B.. ein junger Communalbeamter. hatte 1355 einen Chanker, im October 1S5S stellte sich allmählich Heiserkeit ein. Im April 1. J. war in Folge einer bei einem Brande gehabten übermässigen Anstrengung und erlittenen Erkältung rasch Aphonie eingetreten.
Am 21. Mai 135h ergab die Untersuchung : Rüthung der Schleimhaut. Verdickung der Stimmbänder, die Glottisränder mit kleinen, spitzigen condylomartigen Excrescenzen besetzt, am vordem Insertionswinkel der Stimmbänder weisslicher. dünnflüssiger Schleim.