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Der Kehlkopfspiegel.
hervorragenden Tlieil verloren, dafür aber mächtig an Ausdehnung auf der oberen Fläche des linken falschen Stimmbandes zugenommen.
Der verlorengegangene Theil entzog dem Auge früher das ganze linke untere Stimmband bis auf sein vorderes Drittel. welches eine normale Beschaffenheit zeigte. Jetzt sieht man deutlich, dass auch dieses Stimmband eine grosse Epithelialwucherung }>"' Fig. '34 B.) trägt, welche entweder neu hinzugekommen ist, oder vielleicht schon früher vorhanden, dem Blicke entzogen war.
Von der Wucherung p' Fig. 34 A. ist der ganze nach hinten gehende Zapfen abgefallen, dagegen hat sich dieselbe auf der Mitte des rechten oberen Stimmbandes um so üppiger entwickelt. Die Wucherung //' Fig. 34 A.) hat an Masse zugenommen und wird zum Theil von der Wucherung des gegenüberliegenden Stimmbandes bedeckt und nach unten gedrängt. Dennoch muss die Form, Lage oder Consistenz der beiden am Bande der Glottis sitzenden Wucherungen für die Stimmbildung, trotz der Volumszunahme, minder ungünstig sein als früher, da die Aphonie des Patienten merklich abgenommen hat.
Auf früher ganz gesunden Schleimhautstellen haben sich aber auch einige neue Wucherungen entwickelt.
Ein kleines Träubchen sprosst in dem Winkel zwischen dem rechten falschen Stimmband und dem Lig. ary-epiglotticum Fig. 34. B. //"") und ein mächtiges Gewächs [p"") füllt den ganzen mittleren eoucaven Theil der Epiglottis aus und ragt soweit gegen das Lumen des Kehlkopfes herein, dass es die Insertionsstelle und die vorderen Enden der Stimmbänder dem Blicke ganz entzieht.
Von normaler Schleimhaut sieht man überhaupt wenig mehr im Kehlkopf des Patienten. Die Begrenzungen der Morgagni'sehen Ventrikel sind fast ganz entartet, nur rechterseits hinten und linkerseits vorn sieht man ein kleines Stück von normaler Beschaffenheit. Der Vergleich zwischen beiden viele Monate auseinanderliegenden Befunden zeigt somit, dass die locale Erkrankung in zunehmender Entwicklung begriffen ist — trotz der beträchtlichen Massen, welche sich freiwillig von den Wucherungen abgelöst hatten und ausgehustet worden waren.
Es ist vorauszusehen, dass Patient Gefahr lanfen wird zu ersticken, wenn es nicht möglich sein sollte die luxurirende Production von Epithelialzellen im Larynx zu beschränken, oder wenigstens die bereits vorhandenen Wucherungen, welche den Kehlkopf zu sperren drohen, zu entfernen.
Glücklicherweise ist letzteres vermittelst meines schon im Februar 1S59 ausgeübten Verfahrens der Führung der operirenden