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Der Kehlkopfspiegel.
höhle gelange und dabei das Trommelfell auch kaum merklich gespannt werde. Dieses wichtige Ergehniss wird mittels Katheter und Luft-douclie vollkommen bestätigt. Der Katheter kann rechts nur mühsam und mit einer kleinen Drehung nach aussen durch den mittleren Tlieil des unteren Nasenganges gebracht werden, aber einmal in die Bachenmündung der Tuba gebracht, gibt die Auscultation bei Anwendung der Luftdouche ein gleichmässiges Einströmen einer breiten Luftsäule ohne alles Knistern oder Bassein zu erkennen. Links geht der Katheter leicht durch die Nase , die Auscultation am Ohre aber ergibt während der Application der Luftdouche 1° ein feines, aeeentuirtes. hochtönendes, ziehendes Geräusch. 2° sowohl in der Nähe des Trommelfells als in grösserer Entfernung von demselben Knistern und Bassein.«
So weit Dr. Hirschlek.
Die rhinoskopische Untersuchung des Patienten wurde von mir meist in Gegenwart des Hm. Dr. Hirschler am 22.. 25. Februar und 8. März I860 vorgenommen.
Behufs der Bpeculirung des Carum pharynyo-nasaie wurde die Zunge mit einer Spatel niedergedrückt und unter dem, in diesem Falle hinreichend gehobenen Velum ein kleiner erwärmter Kehlkopfspiegel mit nach aufwärts und vorn gekehrter reflectirender Fläche durchgeschoben. Da das Velum frei herabhängend, von der hinteren Bachen-wand ziemlich weit abstaud und die Uvula auffallend kurz ist. so gelang es bei der sonst ruhigen Haltung des Patienten ohne weiteres in das Carum pharynyo-nasale hinein zu sehen. Ich erkannte sofort die völlig normale Umgebung der Bachenmündung der rechten Tuba Eustachii. konnte dagegen auf der linken Seite eine krankhafte Beschaffenheit dieser Region constatiren. Ein in die rechte Tuba durch die Nase eingeführter silbener Katheter konnte sehr deutlich während des Vor-und Eindringens in die Mündung derselben gesehen werden. Auf der linken Seite hingegen war der in die Tuba eingeführte Katheter nirgends, ebensowenig wie die Tubenmündung selbst zu erblicken.
Um eine freiere und ausgedehntere Ansicht der fraglichen Tlieile zu gewinnen, liess ich den Patient sich selbst den Zungengrund mit einer winkelig gebrochenen Spatel herabdrücken und zog vermittelst meines in der linken Hand gehaltenen langgestielten platten gefensterten Gaumenhakens das Velum nach vorn und oben, wodurch der Baum hinter und unter demselben bedeutend vergrüssert wurde. Die Application dös Gaumenhakens verursachte nicht die geringste Beschwerde und ich konnte sogleich eine so vollständige und deutliche Ansicht der Tlieile erhalten, wie ich sie in der a. a. 0. beigedruckten Skizze Fig. 35 darstellte.