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Der Kehlkopfspiegel.
Die Sehrichtung des fremden Beobachters macht einen grösseren Winkel mit der Ebene des Kehlkopfspiegels als jene des Selbstbeobachtors; der erstere sieht daher ein einfaches Spiegelbild, in welchem sich mehr von den nach vorn gelegenen Theilen zeigt, während dem letzteren ein vom Kehlkopf - und vom Gegenspiegel — also ein zweimal reflectirtes Bild erscheint, welches mehr von den nach hinten gelegenen Theilen zeigt.
Tafel 23.
Enthält Bilder der Anordnung meiner eigenen Kehlkopftheile, während verschiedener physiologischer Zustände des Stimmorgans, welche ich Herrn Dr. Elfinüer in Wien bei Anwendung meines Taf. 22 schematisirten Verfahrens im März und April 1858 demonstrirte, und welche er nach der Natur gezeichnet hat.
Da die Zeichnungen nach einfachen Spiegelbildern entworfen sind, so entsprechen die Theile rechts von der Mitteilung der linken Seite des wirklichen Kehlkopfes et vice versa.
Was im Bilde oben erscheint, liegt in der Natur nach vorn, was unten, hinten. Mit nachstehenden Buchstaben sind sowohl auf dieser als auf der folgenden Tafel dieselben Theile bezeichnet.
Z = Zungengrund. hPh = hintere Pharynxwand.
oe — Eingang zum Oesophagus, als Berührungslinie zwischen der Pharynxwand und dem äusseren Schleimhautüberzug der hinteren Fläche des Kehlkopfes. e — Epiglottis. a = Arytaenoid-Knorpel. ew = Epiglottiswulst. ae = Lig. ary-epiglottica.
w = dem Wrisberg’schen Knorpel entsprechende Anschwellung.
(ja = Anschwellung zwischen dem Wrisberg’schen Knötchen und der Spitze des Capit. Santorini.
s = Capitula Santorini. p v = Processus vocales. ust = untere oder wahre Stimmbänder. ost = obere oder falsche Stimmbänder Taschenbänder). vm — Vcntriculi Morgagni. vt — vordere Tracheal wand. ht = hintere Innenwand des Larynx. hrd = Bronchus dexter. brs — Bronchus sinister.
Die Erklärung der einzelnen Figuren siehe im Texte (VIII. Physiologische Beobachtungen).
Tafel 24.
mat = Musc, arytaenoideus transversus.
Fig. 12 stellt die rechte Hälfte eines in der Medianebene halbirten, lange Zeit in Weingeist aufbewahrt gewesenen männlichen Kehlkopfes dar.
Die Innenfläche der Epiglottis ist in der Durchschnittsebene von oben nach unten verfolgt, zuerst convex nach hinten, dann concav, und endlich wieder convex. Diese letztere nach hinten und unten vorspringende Convexität [««), welche sich bis gegen den vorderen Insertionspunkt der Stimmbänder erstreckt, habe ich den »Epiglottiswulst« genannt.