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Ult Kehlkopfspiegel.
So L. Türck in Wien, der den Kehlkopfspiegel während des Sommers IS37 (genau so wie Garcia, bei Sonnenlicht . an einigen Individuen seiner Spitals-Abtheilung für Nervenkranke; zu applieiren versuchte.
Liston’s Angabe war längst vergessen, Garcia’s glänzende Erfolge waren mit Misstrauen aufgenommen, ja sogar geradezu bezweifelt worden und Türck hatte , gleich Manchem vor ihm die Versuche mit dem Kehlkopfspiegel wie ich durch die Illlrn. Prof« Brücke und Ludwig wusste ( trot z der Aufm nuterung, welche ihm von com-petenter Seite ward. auch wieder r e s u 11 a 11 o s liegen lassen1.
So standen die Dinge, als ich mich im Winter von 1S57 auf 1S5S behufs der Lösung einiger physiologischen Fragen mit dem Kehlkopfspiegel zu beschäftigen anting. Ich kam aber sofort auf den Gedanken, die einfache Garcia'scIic Methode dadurch wesentlich zu vervollkommnen, dass ich den Augenspiegel als Kclleetor benutzte, wodurch
Verwandten Avery's Mr. Yeausley nicht nur bestätigt, sondern Mr. Yearnley zeigte mir auch das in seinem Besitz befindliche Originalinstriunent Avery’s : ein längliches wohl abgerundetes Planspiegelchen mit einer mehre Zoll langen, unter einem stumpfen, durch die Weichheit des Motalles veränderlichen Winkel, ange-setzten Handhabe,
Auch soll sich Aveby einer besonderen Beleuchtungslampe mit einem conca-ven in der Mitte durchbohrten Iieverber bedient haben.
1 Der folgende Brief l’rof. Brücke’s an mich enthebt mich jedes weiteren Commentars. Hass ich denselben nicht schon in der ersten Auflage habe abdrucken lassen, hat seinen Grund darin, dass ich keiner solchen Itechtfertigung vor dem wissenschaftlichen Publicum Deutschlands zu bedürfen glaubte, nach den Aufklärungen, welche ich bereits in Nr. 17 und Nr. -'12 der wiener mcd. Wochenschrift l'-.V.i gegeben hatte. Der Brief lautet : (vgl. Virchows Arch. Bd. 22. » Zur Abwehr «].
»Geehrter Freund !
Ich bestätige Ihnen, dass ich mich allerdings bei Hrn, Dr.Türck, nachdem er mir seine ersten Versuche mit dem Kehlkopfspiegel mitgetheilt hat, später nach dem P or tgang d e r s e lb en erkundigt und ihn aufgefordert habe, sie nie lit ruhen zu lassen. Ob dies ein- oder zweimal geschehen sei, erinnere ich mich jetzt nach so langer Zeit nicht mehr. Ich kann auch lim. Dr. Türck’s Antwort nicht mehr genau citiren, aber das weiss ich, dass sie auf mich den Eindruck machte, er habe die Sache liegen lassen; sicher hat er mir keine weiteren Bests ! t a f e mitgetheilt. So sehr ich bedauere, dass ein Streit zwischen zwei von mir gleich hochgeschätzten Männern fortwälirt, so muss ich doch Ihnen als dem angegriffenen Theile anheimstellen von diesem Schreiben jeden Ihnen gefälligen Gebrauch zu machen, wenn Sie seiner zu Ihrer liecht-fgrt igung bedürfen sollten.
Wien am 1h. November 1 Sö9.
Mit besonderer Hochachtung Ihr
E. Brücke«.