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Der Kehlkopfspiegel.
Herrn Türck und anderer Forscher auf den durch mich ins Leben gerufenen Gebieten, erkennt natürlich jeder Sachverständige in gebührender Weise an: der frühere Besitz von langgestielten Glasspiegeln und die früheren resultatlos 1 aufgegebenen Vorversuche mit denselben , behufs der Inspection des Larynx aber geben Herrn Türck nicht das mindeste Anrecht auf die Priorität, um welche es sich allein noch handeln konnte, denn durch mangelnde Ausdauer und »schwächliche Verzagtheit, welche jede berechtigte und besonnene Erwartung als allzusanguinische Hoffnung aufgiebt, — durch kurzsichtige Bequemlichkeit, welche Alles, was Uber das Hergebrachte hinausgeht, als widersinnig und absolut unausführbar ansieht, — werden keine neuen Bahnen gebrochen ! «
II.
Erklärung der Li ston-G a rc i a’sclien Beobaclitimgsmetliode.
Das Princip, auf welchem die Listox-Garcia'scIic Methode 2) beruht, den Kehlkopf und seine Umgebung bei lebenden Menschen dem Auge zugänglich zu machen, ist höchst einfach.
Ein kleiner, langgestielter Planspiegel, den man vorher etwas erwärmt hat, um ihn vor dem Anlaufen durch präeipitirten Wasserdampf zu bewahren, wird nämlich mit nach unten sehender Spiegelfläche durch den weitgeöffneten Mund in den Pharynx eingebracht und daselbst an einer solchen Stelle und unter einem solchen Winkel fixirt, dass er einerseits das einfallende Licht auf die zu untersuchenden Tlieilc wirft und dieselben beleuchtet, andererseits Bilder der beleueh-
1	8. den S. 4S0 wörtlich citirten Sitzungsbericht, durch welchen sich übrigens Herr Türck nur eine Handhabe zu späteren Prioritätsreclamationen zu sichern vermeinte, falls ich denn doch etwa Recht behalten und mit meinen Ideen und Bestrebungen, deren Bekanntwerden ihm erst den Impuls zur ernstlichen Besehiit-tigung mit dem Spiegel gab, durchdringen sollte!
2	Garcia 1. c. : The method which 1 hare adopted is very simple, it consists in placing a little mirror, fixed on a long handle suitably bent, in the throat of the person experimented on, against the soft palate and uvula, the party ought to turn himself towards the sun, so that the luminous rays falling on the little mirror, may be reflected on the larynx. If the observer experiments on himself he ought by means of a second mirror, to receive the rays of the sun and direct them on the mirror, which is placed against the uvula.