﻿Der Kehlkopfspiegel.
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man in den meisten Fällen bei gehöriger Geschicklichkeit und Ausdauer zu sehen bekommt, und die ohne Anwendung des Laryngoskops schwerer, selten. oder gar nicht gesehen werden könnten, sind : der Zungengrund, die Lig. glossoepiglottiea und die zwischen denselben liegenden Gruben, die Wandungen des Pharynx, die Sinus pyriformes, die Epiglottis, die Jdg. aryepiglottica. die Arytaenoidknorpel. die wahren und die falschen Stimmbänder, die Ventriculi Morgagni, die vorderen Wandungen des Kehlkopfes, und endlich ein mehr oder weniger beträchtlicher Theil hier vorderen Innenwand der Trachea, deren Knorpelringe durch den dünnen Schleimhautliberzug hindurchschimmern.
Dies reicht nun gewiss vollständig hin, die Liston-Garcia’scIic Untersuchungsmethode in physiologischer und in diagnostischer Beziehung als eine sehr werthvolle Bereicherung der cxacten Beobachtungsmittel erscheinen zu lassen.
Der Werth dieses Verfahrens wird aber dadurch noch erhöht, einerseits, dass durch dasselbe da s Angezum Führ er der op e-rir enden Hand gemacht werden kann in jenen dem Blicke für gewöhnlich entzogenen Regionen 's. unten VI. Abschnitt , andererseits aber, dass das Princip desselben eine viel ausgedehntere Anwendung' zu genauerer Untersuchung mancher sonst unzugänglicher Tlieile gestattet (s. unten : Speculirung durch die laryngotomische Wundöffnung und Rhinoskopie : hierher gehören auch die durch Lewin gemachten Anfänge der Speculirung des Oesophagus.
Trotz der Einfachheit des Princip s stehen der erfolgreichen Anwendung der laryngoskopischen Untersuchungsmethode Schwierigkeiten und Hindernisse entgegen, welche wohl allein Schuld tragen, dass dieselben nicht schon längst jene Würdigung von Seite der Aerzte und Physiologen erfahren hat, welche sie verdient, und dass selbst jetzt noch, wo doch schon so viele Beweise ihrer Brauchbarkeit vorliegen, sich so Mancher nach den ersten Versuchen von der Aneignung und Ausübung derselben wird abschrecken lassen.
Diese Schwierigkeiten und Hindernisse liegen theils in der zuweilen bedeutenden Erregbarkeit der Schlundthcile durch die Berührung mit einem fremden Körper, in der Unfähigkeit vieler Menschen, den Mund weit offen zu halten und die Stellung der Zunge zu beherrschen, endlich auch manchmal in den an und für sich ungünstigen räumlichen Gestaltungs- .und Lagerungsverhältnissen der betreffenden Organe ; — theils aber und zwar ganz besonders in der Ungeübtheit und Ungeschicklichkeit des Beobachters.
Die leichte, sichere und desshalb weniger reizende Einführung des Spiegels, das rasche Auffinden der richtigen Spiegelstellung an den