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Der Kehlkopfspiegel.
Um dies möglichst lauge zu verhüten muss man darauf achten, dem Spiegel überhaupt deu höchsten Temperaturgrad zu gehen, welchen der zu Beobachtende ohne Bese li w e r d e verträgt.
Hat der Spiegel viel Masse, so genügt scho» ein niederer Temperaturgrad, um das Beschlagen hinreichend lange Zeit zu verhindern.
So wie der Spiegel anfängt nicht mehr genügend warm zu sein, so erscheint zuerst hei der Exspiration ein Niederschlag von AYasser-dampfen, welcher sich anfangs jedoch noch bei jeder Inspiration mehr oder weniger vollständig löst.
Das Erwärmen des Spiegels geschieht entweder durch Eintauchen desselben in heisses Wasser oder indem man die refleetirende Fläche, nicht den Spiegelrücken, über eine nicht russende Flamme hält, was bei Weitem einfacher und besser ist.
Das Material, aus welchem der Spiegel selbst gemacht wird, ist Glas oder Metall, bes. Stahl. Metallspiegel, besonders von Stahl, haben anerkannte physikalische Vorzüge vor den Glasspiegeln voraus, dagegen werden sie allerdings bei wenig sorgfältiger Behandlung leichter ruinirt und sind kostbarer. Die Glasspiegel müssen in eine möglichst Sehmale metallne Fassung, welche jedoch mit Vortheil aus einem schlechten Wärmeleiter hergestellt würde, eingelassen sein. Metallspiegel benöthigen dieselbe nicht, doch würde es gewiss gut sein den Bücken derselben mit einer Hülle von schlechtem Wärmeleiter zu belegen, wodurch nicht nur der Wärmeverlust verzögert würde, sondern dem Spiegel von vornherein ein weit höherer Temperaturgrad gegeben werden könnte, ohne den zu Beobachtenden irgend zu belästigen.
Der Stiel, welcher an den Spiegel selbst oder an dessen Fassung angelöthet ist, muss einen ziemlich bedeutenden Grad von Steifheit besitzen und bis zum Heft oder Griff etwa 3 Zoll lang sein. Wegen der leichteren Verpackung einer grösseren Anzahl von Spiegeln in ein möglichst kleines, compendiöses Etui habe ich an einigen den Stiel knapp am Spiegel zum Abschrauben einrichten lassen.
Der stumpfe Winkel, unter welchem der Spiegel gegen den Stiel geneigt ist, liegt in einer Ebene, welche man sich senkrecht auf die Spiegelfläche durch jene Diagonale, die durch die Anlöthungsecke geht, und den Stiel selbst gelegt denkt, so dass der Spiegel in ganz gleicher Weise mit der rechten oder linken Hand gebraucht werden kann.
Da der Stiel trotz der nöthigen Steifheit biegsam ist, so hält es nicht schwer den Winkel, welchen der Spiegel mit dem Stiel macht nach Bedürfniss zu ändern und dem Stiel überdies noch eine leichte