﻿Der Kehlkopfspiegel.
503
Ich habe sclum bei meinen ersten Versuchen bei künstlicher Beleuchtung zu laryngoskopiren eine etwas andere Anordnung getroffen.
Dieselbe bestand einfach darin. dass icli die Flamme meiner an einem verticalen Stabe verstellbaren Studirlampe, nachdem die Milchglasglocke sammt dem Binge abgenommen war. möglichst nahe vor dem weitgeöffheten Munde tixirte und hierdurch den Schlund erleuchtete.
Sodann hielt ich zwischen die Flamme und die Augen mit der einen Hand ein der Quere nach länglich viereckiges Stück eines Planspiegels : Gegenspiegel;, gross genug um die Augen zu beschatten und den erleuchteten Schlund abzuspiegeln, während die andere Hand den Kehlkopfspiegel regierte. Das etwaige sich Beschlagen des Gegenspiegels durchs Anhauchen wurde wie das des Kehlkopfspiegels selbst, durch Erwärmen desselben über der Lampenflamme verhindert: Fig. 7 erläutert meine erste höchst simple Anordnung, welche sich deshalb zu vorläufigen autosko] fischen Versuchen, aber nicht zu Demonstrationen empfiehlt, und dadurch vervollkommnet werden kann, dass man hinter der Flamme einen eoncaven Be-\ erber oder vor derselben eine biconvexe Linse an bringt. Der mit der linken Hand gehaltene Gegenspiegel erscheint zu einem Stäbchen verkürzt. Unterhalb seines unteren Bandes fällt das Lampenlicht zwischen beiden Händen in den geöffneten Mund und auf den Kehlkopfspiegel.
Nachdem ich den BüETE’scheu Beleuchtungsspiegel in Anwendung gezogen hatte, verfiel ich darauf, das ganze BrEiK'sche Augenspiegelstativ in einen bequemen Apparat zur laryngoskopisclieu Selbstbeobachtung und Demonstration umzuwandeln. Auf Tafel 22 erkennt man den Boei'k scheu Augenspiegel summt Stativ. welcher das von einer guten Modérateur - Lampe oder der Sonne selbst kommende Licht auf dem im Schlunde des Beobachteten fixirten Kehlkopf-