﻿Der Kehlkopfspiegel.
507
erfasst hat und mit den Gesetzen der Katoptrik, so wie mit der Topographie der zu untersuchenden Theile genügend vertraut ist. als etwas Selbstverständliches erscheinen müssen, während sie Niemanden zum Laryngoskopiker machen können, der sie nicht praktisch auszuführen und zu befolgen versteht.
Die hier erforderlichen Fertigkeiten lassen sich eben nicht aus stets mangelhaften und, der unendlichen Fülle der concreten Möglichkeiten gegenüber, unvollständigen Beschreibungen, sondern nur durch eigene autodidaktische Hebung oder durch’s Absehen erlernen.
Desshalb werde ich mich auch nur auf einige wenige Erläuterungen zu den von Liston und Garcia mit den Worten : %The method.... consists in placing a little mirror, fixed on a long handle suitably bent (previously dipped in hot water, Liston in the throat of the person experimented on. against the soft palate and aval am gegebenen Andeutungen und über die Anwendung der Beleuchtungsmethode mit durchbohrten Spiegeln beschränken, obwohl ich die wirklichen Verdienste, welche sieh Andere vgl. Historisches 1. um die Liston-Garcta'scIic Untersuehungsmethode erworben haben, gern anerkenne und jeden ferneren, wahren Fortschritt auf diesem Gebiete gewiss freudig begrüssen werde. Zu diesem Ende habe ich statt der plioto-graphirten Gruppe auf Tuf. II. der ersten Auflage. die Fig. Il S. 50s skizzirt. welche mein, jetzt allgemein verbreitetes Verfahren, das Liston - Garcia'scIic IVincip praktisch zu verwerthen, vollständig erläutert.
Die Linie Ir. /,. 11 gibt beispielsweise den geknickten Gang eines Bildstrahles und der Sehrichtung an. Der Strahlenkegel, welcher von der Lichtquelle Sonne, Lampe auf den Reflector H fallt und von diesem auf den Kehlkopfspiegel /, und von dem Kehlkopfspiegel auf die zu untersuchenden Theile reflectirt wird, ist. um die Zeichnung nicht ohne Noth zu eompliciren, weggelassen worden. Wird mit Lampenlicht operirt. so steht die Lampe am einfachsten auf einer gegen den rechten Arm des Beobachteten angeschobenen Tischecke, so dass sich die Flamme etwa in der Mundhöhe und etwas hinter der rechten Gesichtshälfte befindet.
Der Beobachtete stützt die Hände auf seine Kniee, sein Oberkörper ist etwas vorgeneigt, der Hals vorgestreckt und im Nacken leicht eingebogen. Sein Mund ist weit geöffnet, die Zunge möglichst flach gelegt und etwas vorgeschoben.
Der Beobachter sitzt dem Beobachteten gegenüber und wirft das aufgefangene Licht vermittelst des gleichgültig wie vor dem Auge befestigten Beleuchtungsspiegels, durch dessen Oetfnung sehend, auf den