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Der Kehlkopfspiegel.
Hat man sieh einen gewissen Grad von Fertigkeit im Laryngosko-piren erworben, so gelangt man in den meisten,Fällen sogleich und überraschend leicht zum Ziele.
In vielen anderen Fällen gelingt dies mehr oder weniger vollständig erst nach mancherlei Anstrengungen.
Bei manchen Individuen jedoch, welche entweder besonders reizbar, ungeschickt, ungünstig gebaut oder widerwillig u. dgl. sind, ist in der ersten Sitzung wenig oder gar nichts zu erreichen. Es bleibt dann, wenn man nicht etwa zur Narkose greifen wollte, nichts anderes übrig, als durch methodische l.'ebilligen wie weitesOeffnen und Offenhalten des Mundes, Flachlegen und Vorstrecken der Zunge, Abstumpfen der Empfindlichkeit durch häufiges und längeres Berühren der Schliindtheile etc.}, welche, wie ich mich überzeugte, oft schon nach wenigen Tagen die günstigsten Erfolge haben, eine Schwierigkeit nach der anderen zu beseitigen. In chronischen Fällen hat eine solche Verzögerung meist nichts auf sich und dürften solche Hebungen behufs noch genauerer und bequemerer Beobachtung oder etwaiger localer Eingriffe zu operativen oder therapeutischen Zwecken auch dann ganz am Platze sein,, wenn auch die erste Untersuchung schon leicht war : ja intelligente Patienten wird man mit Erfolg und Nutzen zur Selbstbeobachtung anhalten können.
In acuten Fällen, wo keine Zeit verloren werden darf, lässt unter so he wandten Umständen die ganze Explorationsmethode, im Stich.
Dcsshalb wird ihr aber wohl Niemand, der sie genauer kennt und würdigt, ihren hohen Werth absprechen, ihre Bedeutung verkleinern wollen. — Jedes Verfahren hat seine Grenze.
ter die Beleuchtung nicht von einem feststehenden Concavspiegel erhält, sondern genau so wie bei der Untersuchung eines Patienten bewerkstelligen muss. Johnson’s ingeniöse Anordnung besteht nämlich darin, dass sieh der Beobachter vor einen gewöhnlichen grossen Tnilct.tespiegel setzt, den Beleuchtungsspiegel mit dem Stirnband um den Kopf schnallt und sich das eoncentrirt.e Licht nach der Reflexion am Toilettespiegel, hinter welchem, etwas zur Seite, die Lampe steht, selbst in denMund und Rachen leitet, worauf der Kehlkopfspiegel eingeführt wird. Der Selbstbeobachter verhält sich seinem eigenen Spiegelbilde gegenüber genau so, wie der Arzt gegen den Patienten.