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Der Kehlkopfspiegel.
Wenn nun das Spiegelchen in der Medianebene oder rechts oder links von derselben, unter gleichzeitiger .Neigungsänderung und seitlichem Hin- und Her-Rotiren, aus der Tiefstellung wie bei x' allmählich in die Hochstellung (wie bei ./■ übergefiihrt wird, und wenn überdies für jede Spiegelstellung und Neigung jede mögliche, durch den Spielraum gestattete Seh- und Beleuchtungsrichtung bewerkstelligt wird, so muss begreiflicher Weise der ganze zugängliche Raum mit seinen Wandungen in den verschiedensten Richtungen am Auge des Beobachters gleichsam vorüberziehn.
Es versteht sich endlich von selbst, dass bei verschiedenen Menschen. ja selbst bei einem und demselben Individuum die Ausdehnung des Spielraumes für die Inspection wesentlich von der wechselnden Eröffnung des Mundes, des Isthmus ftmchim, der Nasenklappe, ferner von der Wendung und Neigung, die man der Schädelbasis gegen die Axe der Halswirbelsäule geben lässt, und von der daraus folgenden Stellung der Nasenhöhle zu dem Rachenraume, abhängt. Die Tlieile, welche man nach meinen Erfahrungen, bei gehöriger Geschicklichkeit und Ausdauer in den meisten Fällen zu sehen bekommt sind : die Tubenmündungen und ihre Umgebung, die Wandungen des Carum phurijnÿo-numte, der obere Abschnitt der Choanen und des Septums während ein grösserer oder kleinerer Th eil des unteren Abschnittes derselben durch die hintere in ihrer ganzen Ausdehnung sichtbare convexe Fläche des Vélums verdeckt wird . und endlich die hinteren oberen und mittleren Parthien der Nasenhöhle mit ihren Muscheln und Gängen.
Ich erlaube mir liier zur Unterstützung der Vorstellung Fig. I ö ein-zuschalten, die erste allerdings noch etwas rohe und flüchtige Skizze der rliinoskopisch gewöhnlich sichtbaren Tlieile, welche ich schon im Sommer 1859 entworfen und in der ersten Auflage dieser Schrift mitgetheilt habe ; zugleich verweise ich den Eeser auf die schönen colorirten — und beiläufig gesagt bisher einzigen correcten und naturgetreuen Abbildungen in Semeeeder’s Brochüre »Die Rhinoskopie« Leipzig, Engelmann 1862.
Eine wortreiche Anleitung zur speciellen Untersuchung der Einzelheiten des Nasen- und Rachenraumes halte ich, insofern es sich nicht
Fig. IR. Rhinoskopisches Bild der Choanen und Tuhenmündungen. Die gewölbte hintere Fläche des Volums verdeckt den unteren Abschnitt der Choanen und des Septums. Von dem Septum sieht man den hinteren freien Band und (links im Bilde) perspectivisch verkürzt die rechte Seitenfläche. Die durch die rechte (iin Bilde linke) Choane hindurch sichtbaren Nasenmuscheln und Gänge sind leider etwas stark verzeichnet, linkerseits (im Bilde rechts) dagegen ziemlich richtig angedeutet. Man sieht daselbst die obere und mittlere Nasenmusebel, den oberen und initiieren Nasengang und eine Spur des hintersten Endes der unteren Nasenmusebel.