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Der Kehlkopfspiegel.
das Instrument nach abwärts leiten, so wäre diu Sache ungleich leichter1 .
Hinsichtlich der topischen Application von medieamentösen Stoffen in flüssiger oder l'ulverform lässt sich die angedeutete Schwierigkeit, wie ich zeigte, durch folgendes schon in der ersten Auflage S. S'l angedeutete Verfahren beseitigen s. W iener ined. W'ochenschr. No. I, IS02 .
Nachdem der Kehlkopfspiegel plaeirt und tixirt ist. fasst man statt des Aetzmittelträgers oder gestielten Schwämmchens etc. eine dünne rechtwinkelig gebogene («las- oder Metallröhre, deren langer Schenkel
Fig. 15. in o hi ist der Kehlkopfspiegel, dessen reflectirende Fläche nach vorn (rechts) und unten sieht so, dass das Auge des Beobachters (</) den kranken Punkt b in der verlängerten Sehrichtung a ob' bei b' hinter dem Spiegel sieht. T ist die rechtwinklig gebogene Röhre, welche die Ladung an Uiissigen oder pulverisir-ten Medicamenten enthält. Wenn der kurze Schenkel (i) der Röhre V, wie in unserer Zeichnung vor dem Spiegel steht und genau auf den Punkt b gerichtet ist, so dass der aus dem Röhrenende hervorgetriebene Luftstrom den Punkt treffen muss, so siebt das Auge des Beobachters a das Bild der Röhre im Spiegel bei TV gerade auch in einer solchen Stellung, dass der kurze Schenkel V ebenso genau nach dem Bildpunkte bl zielt <t rice versa. Man kann also der Röhre TI die passende Richtung gehen, um einen Punkt b des Larynx oder der Trachea zu treffen, indem man mit dem Bilde des kurzen Röhrenschenkels V nach dein Punkte V im Spiegel zielt. Denkt man sich, dass die Linie tb nicht blos eine Richtung anzeigt, sondern etwa das feste Ende eines bis b hinabreichenden (schneidenden, fassenden, kauterisirenden) Instrumentes T. so gilt unser Schema ganz allgemein für das neue ( »perationsve : fahren.
bilde des zu treffenden Kehlkopftheiles.
12 his 16 cm, deren kurzer Schenkel I bis 3 cm hat und am Ende eine feine Oeffüung besitzt : führt dieselbe ein und nähert sie mit dem Knie der Spiegelfläche oder stützt das Knie wohl geradezu an die Spiegelfläche an — so dass der ganze kurze Schenkel summt einem Stück des längeren nebst den Kehl-kopftheileu im Spiegelbilde erscheint.
Ist dies geschehen, so zielt man mit dem Spie-gel bilde des kurzen Schenkels wie wenn es das w i r k I i eh e liiili-
reuende wäre ... genau
nach dem Spiegel-Lias wirkliche Köliren-
1 Für die weitere Vervollkommnung der Instrumente ergibt sieb hieraus, was ich nur beiläufig bemerken will, der Fingerzeig an einen Mechanismus zu denken, durch welchen sich das Ende des eingebrachten Instrumentes in gebrochener Richtung verschieben würde;, wie etwa die Feder der Bioli.oo sehen Rühre.
fliese Aufgabe für den Mechaniker erscheint mir ebenso wenig absolut unlösbar als die andere, nämlich den Kehlkopfspiegel mit seinem Stiele selbst so eiu-zurichten , dass sich aus seinem Inneren das wirksame Ende des Instruments in bestimmter Richtung hervörsehiebeu Hesse — wodurch Spiegel und Instrument in eine Hand kämen.