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Der Kehlkopfspiegel.
Matiiieu’s »pulvérisateur« (für Flüssigkeiten:, iu der beschriebenen Art direct auf das Orificium laryngis zu richten.
Will man die Röhre und den Spiegel mit einer einzigen Hand regieren, so braucht man nur beide Bestandtlieile in passender Weise fest mit einander zu verbinden. Ich habe schon im Herbst I860, während meines Aufenthaltes in London den bekannten Instrumentenmachern Weiss und Sohn die genaueren Angaben zu einer solchen Vorrichtung gemacht1} und sie haben dieselben in einem vorläufigen Modell auch ausgeführt.
Man hätte dann den Spiegel so einzustellen, dass das Bild des zu treffenden Objectes an einem Punkt erscheint, auf den das Spiegelbild des kürzeren Böhrenendes hinzielt, oder mit anderen Worten, dass das verkürzte Bild des kürzeren Böhrenendes das Bild der zu treffenden Stelle deckt. Denn unter diesen Umständen fällt die Bichtung, in welcher der Luft- oder Flüssigkeitsstrom aus der Üölire hervorgetrieben wird, genau mit der an der Spiegelfläche so zu sagen gebrochenen Sehrichtung zusammen und muss noth wendig das wirkliche Object jener Stelle des Spiegelbildes treffen.
Liesse man die Bohre von hinten her durch eine Bohrung im Spiegel an der reflectirenden Fläche münden und im Niveau derselben enden, wie ich dies bei dem Londoner Modell ausführen liess, so müsste behufs des Zielens — etwa am Spiegelstiel ein Zeiger angebracht werden, dessen Spitze mit der Böhrenöffnung und dem Spiegelbilde des zu treffenden Objectes in die gerade Sehrichtung zu bringen wäre.
Ls versteht sich, dass nur ausdauernde Febuugen Sicherheit im Zielen und Treffen gewinnen lassen, so wie dass jede einzelne Bohre, mag sie nun isolirt oder in fester Verbindung mit dein Spiegel verwendet werden, vorher zu prüfen ist, wie mit derselben gezielt werden müsse.
Als Scheiben zu diesen Zielübungen und Proben dienen mir lebensgrosse laryngoskopische Zeichnungen, welche ich auf den Boden eines verschlossenen Kästchens lege und durch eine Oeffnung in der vorderen Wand des Kästchens vermittelst des Kehlkopfspiegels beleuchte und speculire, oder das laryngoskopische Phantom (s. obenS. 509, Amn. I ;.
Die benetzten Stellen der Zeichnung lassen dann erkennen, ob richtig gezielt und getroffen wurde und zuletzt ergibt die Ausdehnung der benetzten Stellen, in welchem Grade die Oeffnung der Bohre die Ladung zerstreut oder concentrirt liât, welche Genauigkeit der
1 8. die englische Ueber,Setzung meiner Brochfite von Dr. Gum, the New Sydenham Society, London IStil, Section VI: »Of the local treatment of the larynx«,