﻿Der Kehlkopfspiegel.
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llaiul vermittelst des Kehlkopfspiegel! ;s. oben YI. Abschnitt möglich und ich entschloss mich diesen Versuch zu wagen — selbst auf die Gefahr hin, dass die entfernten Wucherungen über kurz oder lang wieder nachwachsen sollten.
Da Patient schon den nächsten Tag nach Hause zu reisen gezwungen war, so musste ich mich damit begnügen, zunächst nur die oberste der Wucherungen, welche von der concaven Innenfläche der Epiglottis in das Lumen des Kehlkopfs hinein wächst (Fig. 34, B, p"") in Angriff zu nehmen.
Ich verfuhr in der (s. Wiener med. Wochenschrift No. 12, 1859 S. 183 beschriebenen Weise, dass ich den Kehlkopfspiegel mit der linken Hand einführte und so fixirte, dass ich nicht nur die betreffende Epithelwucherung, sondern auch das mit der rechten Hand eingeführte Instrument sehen und auf dieselbe leiten konnte.
Das Instrument war eine einfache über die Fläche gebogene Poly-penzange mit möglichst schlanken Branchen. deren passende Länge und Krümmung ich in der Art ermittelte, dass ich einer Sonde so lange versuchsweise verschiedene Krümmungen gab, Dis ich sie unter Beihilfe und Führung des Spiegels bequem und sicher mit der betreffenden Wucherung in Berührung bringen konnte. Nach der Länge und Krümmung dieser Sonde wurde dann die Polypenzange vom Instrumentenmacher Mang jun. in Prag ausgeführt.
Der gelehrige und durch die fleissige Handhabung meines autosko-pisclien Apparates zu operativen Eingriffen vorbereitete Patient fixirte mit einer Hand seine mit einem Sacktuche bedeckte Zunge selbst — und so gelang es mir sofort die Wucherung zu fassen und stückweis zu entfernen. Es glückte in einer Sitzung, 9. Dec. 1862, die ganze Masse p"", bis auf ein einzelnes kleines Träubclien auf der linken Seite von der Epiglottis, vollständig abzutragen.
Das Fassen und Abreissen der Wucherung verursachte dem Patienten nicht den geringsten Schmerz und es trat auch keine nennens-werthe Blutung ein; ja Patient war nicht einmal genöthigt zu husten oder sich heftig zu räuspern.
Die Gesannntmenge der auf diese Weise aus dem Kehlkopf herausgeholten grösseren und kleineren Stücke mochte das Volum einer Himbeere erreichen.
Die mikroskopische Structur dieser Stücke, welche derb und elastisch anzufühlen waren, ergab sich natürlich als dieselbe, die die ausgehusteten, vom Patient im Laufe des Jahres gesammelten Stücke gezeigt hatten.
In der Sitzung der Gesellschaft der praktischen Aerzte in Prag