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Der Kehlkopfspiegel.
vom Jo. Dec. i862 habe ich die extrahirten Polypenstücke liebst der benutzten Polypenzange vorgelegt.
Patient war den nächsten Morgen nach der Operation abgereist, hatte aber versprochen im Januar wieder nach'Prag zu kommen.
Seinem Versprechen gemäss erschien derselbe auch wirklich Anfang Januar 1. J. und ich entfernte am 7. und 9. Januar eine grössere Anzahl von Stücken, der an den Stimmbändern sitzenden Wucherungen in der oben angegebenen Weise, nur licss ich mir diesmal den Kehlkopfspiegel von dem geübten Patienten selbst halten, nachdem ich denselben an seinen Platz gebracht hatte, so dass ich meine ganze Aufmerksamkeit auf die Operation concentriren konnte.
Die durch das Abreisscn verwundeten Stellen habe ich dann sofort mit Lapis in Substanz kauterisirt. An der im verflossenen Monat rein geputzten Innenfläche der Epiglottis waren die Wucherungen noch nicht wiedergekommen, die Schleimhaut zeigte eine glatte , normale Beschaffenheit.
5 Einen letzten Fall von Epithelialwueherimgen im Larynx beobachtete ich am 22. Juni 1862 in London ; derselbe betraf einen Patienten des Herrn Dr. Sievering. Eine damals von mir entworfene Skizze des laryiigoskopisehen Befundes ist auf mein Ersuchen von Dr. Sievering. wenn ich nicht irre, im British foreign Medical Journal June 1862 veröffentlicht worden. —
»Dass es sich in den mitgetheiltcn Fällen nicht um beliebige »Anschwellungen«, sondern um wirkliche Neubildungen im Kehlkopf handelt, kann wohl Niemandem zweifelhaft erscheinen, und ich wiederhole daher, dass die von mir hervorgehobene und von Lewin u. A. bestätigte Thatsaehe der grösseren Frequenz der NeuJtil-dungen im Larynx eben so allgemein anerkannt werden müsse, als bisher allgemein geglaubt wurde, dass diese pathologischen Gebilde unter den Erkrankungsformen des Kehlkopfs zu den grössten Seltenheiten gehören.« .8. meine laryng. und rhinosk. Mittheilungen in Virchow's Arch. Bd. 23, 1862 .
2. Rhinoskopische Fälle.
1 Den ersten pathologischen Befund im Cavim pharynrjo-misale. welcher bereits in No. 17. I860 der Wiener med. Wochenschrift veröffentlicht worden ist. habe ich Hei einem gehörkranken Patienten meines Freundes Dr. Hiksc ih.er in Pest zu beobachten Gelegenheit