﻿Der Kehlkopfspiegel.
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Die rechte Seite — im Spiegelbilde natürlich die linke — war völlig normal und man übersieht (Fig. 35) durch die Choaue noch einen Thcil der oberen Muscheln und Gänge der rechten Nasenhälfte, während die unteren Parthien durch den Rücken des Vélums verdeckt sind.
Auf der linken Seite finden sich zwei aus der Umgebung der Tubamündung bis zum Arcuspharyngo-palätimis nach unten und hinten herab steigende pathologische Schleimhautwülste, welche die Mündung der Tuba sammt dem etwa eingeführten Katheter dem Blicke völlig entzielm und die Choaue bis auf einen kleinen Spalt zu verlegen scheinen.
Diese hahnenkammartigen Wülste, deren Basis der Seitenwand des -Pharynx aufsitzt, sind nach unten zu zwischen die hintere Rachenwand und das Velum eingekeilt: letzteres drängen sie etwas nach rechts hinüber, wcsshalb die Uvula nicht in der Medianlinie unter dem Septum steht. Der obere grössere Wulst ( K) entspricht mit seinem verdickten Anfang der hinteren Lippe der Rachenmündung der Tuba, der untere kleinere ( k hängt mit der vorderen und unteren Begrenzung dieser Mündung zusammen. Beide Wülste sind etwas dunkler gefärbt als die übrige Schleimhaut und vermittelst einer, während des Specu-lirens auf dieselben geleiteten Sonde ziemlich derb anzufühlen.
Der beschriebene pathologische Befund vervollständigt das Krankheitsbild in befriedigender Weise und beweist die praktische Brauchbarkeit und Ausführbarkeit der rhinoskopisehen Untersuchungsmethode, ohne welche diese Vervollständigung des Krankheitsbildes keinesfalls erreicht worden wäre. —
2) Im Hospital du Val de Grace in Paris, wo ich am 18. April 1860. im Beisein Michel Lewy’s und vieler Militärärzte, meine Methoden zur 'Verwerthung des LiSTOX-GAECiA'sclien Princips demonstrirte. wurde mir ein Schwerhöriger vorgeführt. dessen Cavum phnryngo-nusale spe-cnlirt werden sollte.
Die Inspection gelang beim ersten Versuch ohne die geringste Schwierigkeit. indem sich der Patient selbst die Zunge mit einer winklig gebrochenen Spatel niederdrückte und ich mit der Linken den Gaumenhaken, mit der Rechten einen kleineren Kehlkopfspiegel einführte.
Die Schleimhaut, welche den Nasenrachenraum, die Choanen etc.
Fig. 35. r hintere Fläche cles weichen Gaumens, u Uvula, S Septum narium, t Mündung der nor-malen Tuba Eustacliii der rechten Seite, o obere. m mittlere Muschel der rechten Seite, K.l: zwei hahnenkammartige Geschwülste in der Umgebung der nicht sichtbaren linken Tubamündung.