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Der Kehlkopfspiegel.
auskleidet, zeigte eine lebhafte, gleichmäßige Röthung und eine geringe Schwellung oder Auflockerung ; die Tubeumiindungen, deren Lippen etwas verdickt erschienen, waren beiderseits vollkommen deutlich sichtbar und frei.
Mehrere der Anwesenden, die sich in meiner unmittelbaren Nähe befanden, konnte ich an der Constatirung dieses Befundes tlieilnehmen lassen, welcher trotz seines vielleicht negativen Charakters durch die Klarheit und Leichtigkeit, mit der die Theilc zu Gesicht kamen, allgemein befriedigte.
3) Am 10. August I860 untersuchte ich in der Charité in Paris im Beisein des zahlreichen Auditoriums der Vku-eau sehen Klinik einen Fall, bei dem man schon früher die Existenz eines grossen liachenpo-lypen eonstatirt hatte. Die Anwendung des Verfahrens gelang, wie bei den meisten mit grösseren Nasenrachenpolypen Behafteten, ausnehmend leicht und konnte der untere Theil des Polypen bei dem schönen Sonnenlicht in seiner natürlichen Farbe und Beschaffenheit sehr genau und deutlich besichtigt werden ; — dagegen war wegen seines grossen Volumens der obere Theil und der Insertionspunkt des Polypen nicht sichtbar.
Der unverkennbare Nutzen, den man in solchen Fällen von bereits allzu voluminösen Neubildungen von der Bhinoskopie erwarten darf, beschränkt sich wohl darauf, dass man die Oberflächenbeschaffenheit des zugänglichen Tlieils der Neubildung genau besichtigen und sich allenfalls bei der Sondirung oder bei der Anlegung der galvanokausti-schen Schneideschlinge etc. durch das Gesicht unterstützen kann.
Leider ist der erwähnte Fall nicht während meiner Anwesenheit in Paris operirt worden, sonst hätte eine nachträgliche Untersuchung was wohl in allen ähnlichen Fällen gilt und zu beachten ist) über den Sitz des Polypen,'.das Gelingen der Operation, etwaige Ueber-bleibsel etc. die exactesten Aufschlüsse gegeben.
I) Am 18. Sept. 1860 untersuchte ich Dr. P. in Pest, der seit längerer Zeit ein Athmungsliinderniss in der Nase spürt und dessen Stimme von einem merklichen Nasenton nicht frei ist.
Die Inspection des Cavum pharyngo-mtsuli gelang ohne besondere Schwierigkeit sogleich und ich constatirte die Existenz eines bedeutend entwickelten Körpers, welcher fast den ganzen Nasenrachenraum ausfüllte. Dieser Körper verhielt sich bei näherer Besichtigung und einer, unter Beihilfe des Spiegels eingeleiteten Befiililuug wie eine glatt- und dickwandige, durchscheinende ziemlich prall mit Flüssigkeit gefüllte Blase von weisslicher Färbung.
Meine bevorstehende und bald darauf erfolgte Abreise von Pest