﻿Der Kehlkopfspiegel.
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Derselbe ist nicht in allen Kehlköpfen gleich stark entwickelt, ja nicht einmal in demselben Kehlkopf prominirt er unter allen Umständen gleich stark, indem er — wie schon Santorini aus seinen genauen myologischen Untersuchungen richtig schloss — im Leben durch die Muskulatur des Kehldeckels bald mehr, bald weniger hervorgetrieben werden kann.
Fig. 13 stellt das Innere eines hinten aufgeschlitzten und auseinandergelegten frischen männlichen Kehlkopfes dar, um den Epiglottiswulst (ew) en face zu zeigen.
In perspektivischer Verkürzung, wie derselbe laryngoskopisch gewöhnlich erscheint, ist der Epiglottiswulst auf der vorhergehenden Tafel in Fig. 5, Fig. (3, Fig. T, Fig. 9 und Fig. 10 und auf den Holzschnitten Fig. 24, Fig. 25 und Fig. 23 abgebildet. Ich hebe dies ausdrücklich hervor, damit man diesen Wulst (namentlich auf den drei Holzschnitten, nicht etwa für pathologisch halte.
Holzschnitte.
Fig. 1. Die Umrisse der grössten, mittleren und kleinsten, rundlich quadratischen Kehlkopfspiegelformen , welche ich bei meinen laryngoskopischen Untersuchungen verwendet habe. Die Zwischenstufen sind ausgelassen. Gewonnen wurden diese Umrisse unmittelbar durch Umfahren der auf das Papier aufgelegten Spiegel mit einem feingespitzten Bleistift. An den abgerundeten Ecken rechts oben ist der angelöthete Stiel angedeutet.
Fig. 2. Ein mittelgrosser Kehlkopfspiegel von Stahl, sammt seinem in diesem Falle gebogenen Stiel und Ilolzheft.
Fig. 3. k Kehlkopfspiegel, ck, bk Sehrichtung, dk, ak Lichtstrahlenbündel.
Fig. 4. k Kehlkopfspiegel, rechts davon ein durchbohrter Beleuchtungs-spiegel. Die ausgezogenen Linien sind die Umrisse des Strahlenkegels, welcher durch die Reflexion am Kehlkopfspiegel geknickt wird. Die punktirte Linie ist die Sehrichtung des durch die Oefinung im Bcleuchtungsspiegel blickenden Auges.
Fig. 5. Das KuAMER'sche Stirnband, an dessen Pelotte vermittelst Nussgelenkes die den durchbohrten Beleuchtungsspiegel tragende Gabel befestigt ist.
Es ist einer der Apparate, welche ich zur mechanischen, beide Hände freilassenden Fixirung des Beleuchtungsspiegels vor dem Auge angegeben habe. Das Band wird um den Kopf geschnallt ; die Pelotte kommt über dem rechten oder linken oberen Augenhöhlenrand zu stehen.