﻿(jl)4 Ueber die Sprache bei luftdichter Verschliessung des Kehlkopfes.
Aphonie auf die angedeutete Weise künstlich zu liehen oder zu bessern, wird wohl niemand als eine zu sanguinische bezeichnen, der einiger-massen mit den Gesetzen der Sprachlautbildung vertraut ist und — die FABKRSche Spraehmaschine sprechen gehört hat.
Die Organe der besprochenen Patientin stellen nämlich offenbar eine vollendete Spraehmaschine vor. wie sie nie ein Mechaniker zu Stande bringen kann. Es fehlt nur noch Luft und Ton. zwei Bedingungen. die weit leichter herzustellen sind als die articulirenden Vorrichtungen !
Ich kann daher auch an dem endlichen Erfolg meiner Bemühungen nicht zweifeln, vorausgesetzt, dass die Ausführung meiner an und für sich sehr einfachen Idee nicht an der vielleicht nicht ausreichenden Geschicklichkeit der hiesigen, mir bis jetzt bekannten, mechanischen Arbeiter oder an der Gleichgiltigkeit der Patientin. welche sich mit ihrer Umgebung trotz der lautlosen Sprache hinreichend gut und leicht verständigen kann, scheitert.
Für aphonische sonst gesunde Männer, welche den Verlust der lauten Sprache im geselligen und geschäftlichen Verkehr viel härter empfinden, dürfte mein angedeuteter Vorschlag allerdings werthvoller sein als für ein krankes Mädchen, dessen ganze Welt sich auf den engen Familienkreis beschränkt, in dem es aufgewachsen ist.