﻿Kleine Mittlieilungen aus dem k. k. physiologischen Institute in Pest, 615
Es unterliegt aber nun wenigstens keinem Zweifel mehr, dass die Pupillenerweiterung nach Atropininstillation auch im Lehen nicht b 1 o s auf einer Erschlaffung und Lähmung des Sphincters und auf der Retractilität des Dilatators in Folge seines Tonus und seiner Elasti-cität, sondern zugleich auch auf einer durch die Atropinwirkung bedingten Verkürzung der Iris in radiärer Richtung beruht.
Schliesslich theile ich zwei unserer Versuche in extenso als Beleg mit, hei welchen die nachträgliche mikroskopische Untersuchung der Iris auch nicht die Spur eines Sphincterrestes am Pupillarrande auf-finden liess.
A.
Mittelgrosses Albinokaninchen, um 10h 13m decapitirt, der Kopf halbirt, Cornea und Sphincter beiderseits ausgeschnitten; Vorbereitungen beendet um IO’1 18m.
Pupillendurchmesser in Millim.
	Rechtes Auge.			Linkes Au		? e.
Zeit			schräg von			schräg von
			vorn und			vorn und |
	vertical	horizontal	oben nach	vertical	horizontal	oben nach j
			hinten und			hinten und
			unten			unten
loh 18m	7 • O	7 • 3	—	7 • 7	7 • 5	—
io n»	Atropin instillirt			Wasser instillirt		
	Heftige Zuckungen in den			Heftige Zuckungen in den		
	Kaumuskeln			Kaumuskeln		
	7 • 1	s • o	9 • 0	S • 0	8 • o		
20	9 • 0	S • 9	9 • 0	8 • o	8-2	S • 0
10 31	Iris milchig getrübt, wulstig			Iris durchscheinend, flach, dünn		
10 30	9 • 0	9 • 1	9-4	8 • 5	8 • 5	8 • 4
11 30	9 • 1	9 ■ 5	9 • 5	8 • 5	8 • 5	8 • 5
12	9 • 5	9 • 5	9 • 5	8 • 5	8 • 5	—
9 Abd.	9 • 5	9 • 5	9 • 5	8 • 5	8 • 5		 I
Ueber Nacht wurden beide Kopfhälften				in destillirtes Wasser gelegt		
9>> Früh	9 • 0	9 • 0	-	S • 5	8 ♦ 5	— I