﻿620 Kleine Mittheilungen aus dem k. k. physiologischen Institute in Pest.
z un g des -V. facialis eiiigeleitet wird, während in dieser Drüse die Blutcimilation und der Blutdruck gänzlich aufgehört halten.
Die ans dem angeschnittenen Ductus Skmmianus in Folge der Faeialis-Reizuug zu Tage tretenden Speieli eitropfen sind übrigens ein wirklicher Beweis für die secretorisehe Tlnitigkcit der Parotis und nicht etwa durch Druck auf die Drüse oder den Ductus mechanisch ausgepresst . denn dazu ist die an und für sich allerdings sehr geringe Speichelmenge doch zu gross und dann entbehrt die Parotis selbst angeblich aller Muskelfasern und ist durchaus nicht so gelagert, dass sie nicht vor einer Compression durch die bei der Facialis-Reizung in tetanisehe Contraction geratlienden Muskeln geschützt werden könnte.
b Bei Gelegenheit des beschriebenen Bpeichelversuches war einmal zufällig bemerkt worden, dass das rotlie Lackmuspapier an der Stelle, wo es die Augenlidspalte berührte. einen nassen blauen Fleck bekam. was nur auf eine Vermehrung der Feuchtigkeit im Sack der Conjunctiva in Folge der Heizung der Nerven bezogen werden konnte.
Wir schoben dcsshalb bei späteren Versuchen ein zusammenge-legtes Stückchen rothes Lackmuspapier unter das obere Augenlid in den hinteren. äusseren Augenwinkel und sahen nun auf Heizung des Stammes des Nervus Trigeminus einen rasch wachsenden blauen Fleck von ausfiiessenden Thränen entstellen. Auch glauben wir bemerkt zu haben, dass die Menge des Secretes der Conjunctiva und der im vorderen, inneren Augenwinkel am unteren Hände des Nickknorpels mündenden HAKDEn'scheu Drüse einige rmaassen zunahm.
Das Secret der IlAROERSchen Drüse ist. beiläufig bemerkt. eine milchige Flüssigkeit, welche zahllose zitternde Fettmoleeule führt und alkalisch reagirt.
Die Ausführungsgänge der herauspräparirten HAUDEifschen Drüse erschienen überaus zierlich mit dieser weissen Flüssigkeit injieirt.