﻿<5JÎ4 Zur objectiven Erklärung einiger sog. subjectiven Gesichtserscheimmgen.
bige Glastafeln gehen, so treten mitunter prächtige complementäre Farben in cler Lichtschattenfigur auf.
Die sogenannten »secundären« Gestalten, welche Pukkynk mit dem Kamen »Aehtstrahk, «Schneckenrechteck« etc. bezeichnet, bilden sich in unbestimmter Folge auf dem gewürfelten Hintergründe und gleichsam aus den Elementen desselben.
Sie treten, wie Purkyxk angiebt, am leichtesten auf, wenn man vor den geschlossenen, von der Sonne beschienenen Augenlidern mit den aus einander gehaltenen Fingern der Hand rasch hin und her fährt.
Der Schlüssel zur Erklärung dieser primären und secundären Erscheinungen dürfte sich nun, wie ich gleich weiter ausführen werde, in einem durch Bergmann angeregten Gesichtspunkt gefunden haben ; dagegen scheint mir dieselbe Vorstellung zur Erklärung der mit solcher Schärfe in meinem Auge auftretenden Mosaik von hell und scharf contourirten matten Scheibchen aus mancherlei Gründen nicht völlig auszureichen.
Bergmann hat bekanntlich (Zeitschrift für rationelle Medioin. Bd. II. 1858; die merkwürdigen Täuschungen, welche fast constant bei der Betrachtung seiner Gittertäfelchen aus grösserer Entfernung entstehen — nämlich dass man die Dichtung der Gitterstäbe z. B. gerade senkrecht gegen die wirkliche deutlich zu sehen meint, oder wohl auch das ganze parallel gestreifte Täfelchen für sehaehhretartig oder sechseckig gefeldert hält — sehr glücklich aus der wahrscheinlichen Anordnung der Zapfen am gelben Fleck, und unter der Voraussetzung, dass ein Zapfen eine Seheinheit repräsentire, zu erklären vermocht.
Dieselbe Betrachtung hat Helmholtz zur Erklärung der schon von Puekyne bemerkten Verwandlung paralleler gerader Linien in wellenförmige etc. benützt Karsten» Encyclop. Bd. I, 8, 217 , und ich werde sie jetzt für die angegebenen Erscheinungen zu verwerthen suchen.
Bergmann sagt 1. c. 8. HK) :
«Da die Zapfen im Allgemeinen im Querschnitte hexagonal erscheinen. da einander benachbarte Zapfen ebenfalls im Allgemeinen in der l'nvea centralis' keine merklichen Grössenunterschiede darbieten, und da endlich die Krümmung der Augenhäute im Verhältnis» zu den sehr kleinen Zapfen als unbeträchtlich erscheint, so wird es erlaubt sein. versuchsweise die Vorstellung grundleglieh zu machen, dass die Zapfen in kleineren Gruppen; so neben einander geordnet sind. wie regelmässige gleichseitige, unter einander gleich grosse Sechsecke auf ebener Fläche zu gänzlicher Erfüllung des Baumes ge-