﻿(pj.jj Zur o-bjeetiven Erklärung einiger sog. subjeetiven Resichtserschuimmgen.
Dafür Spricht auch noch der Umstand, dass weder ich, noch mein Freund Prof. Pierre und sein Assistent Herr Lippich eine Spur der primären Lichtschattentigur bemerken konnten, als wir im Finstern eine mattgeschliffene Glastafel betrachteten, welche durch glänzende elektrische Funken in raschen Unterbrechungen hell erleuchtet wurde.
Freilich hat Purkyxe Fragmente des primären Würfelfeldes unter den verschiedensten Bedingungen — beim Druck auf's Auge, beim gehemmten Blutverlauf, in nervösen Zuständen etc. — beobachtet und ich habe an mir selbst ähnliche Erfahrungen gemacht , allein ich hin weit entfernt zu glauben, dass sich hierauf irgend ein stichhaltiger Einwand gegen den obigen Erklärungsversuch gründen lässt, indem in diesen Fällen offenbar ganz andere Bedingungen ins Spiel kommen und überdies die Erscheinung mit der Lichtschattentigur selbst nicht vollkommen identisch ist.
Was die sogenannten secundären Gestalten der Lichtschattenfigur betrifft, so kann man dieselben mit Purkyxe auf die Grunderscheinung der primären Würfelfelder zurückführen. Purkyxe sagt 1. c. S. 19: »Je nachdem nämlich verschiedene Reihen von diesen auf der einen oder der anderen, oder an beiden Seiten zugleich heller sind, bilden sie auch verschiedene Linien, die dann in 'ihrer Relation gegen einander die secundären Figuren geben. Jedoch sind jene zuerst beschriebenen der Achtstrahl, das Schneckenrechteck bei mir am beständigsten. Dass sie bei Anderen ganz verschieden aussehen mögen, hin ich sehr geneigt zu glauben und ich meine, dass es vorzüglich von der synthesirendeu Thätigkeit des Sinnes abliänge, welche Reihen aufgefasst und zur Einheit verbunden werden, und dass wenn mehrere Reihen nach denselben räumlichen Verhältnissen öfters verbunden worden, eine Geneigtheit zurückbleibt, dieselben wieder leichter heraus zu finden.
Immerhin bleibt es fraglich, ob man nicht später vielleicht in der Anordnung der Elemente der Stäbchen-Zapfenschicht objective Anhaltspunkte zur Erklärung der secundären Figuren entdecken wird.
Für einigermaassen verschieden von den erörterten primären und secundären Gestalten der Purkyxe sehen Lichtschattentigur muss ich vorläufig, wie gesagt, die von mir beschriebene Mosaik von Scheibchen erklären, welche unter ähnlichen Umständen wie jene, beiläufig im Bereiche des gelben Fleckes auftritt.
Diese Mosaik sehe ich nämlich mitunter mit einer solchen Schärfe und Bestimmtheit, dass ich mich der Vorstellung nicht erwehren kann, es handle sich dabei nicht wie dort um eine bloss unbestimmt begrenzte. gruppenweise wechselnde Yertheilung von Licht und Schatten