630 Zur objectiven Erklrung einiger sog. subjeetivn Gesichtserscheinungen.
leuchtende Bild bis nahe an den Axengrund gebracht, so treten die
Homer der Ellipse immer nher zusammen, und ber ihren inneren
	Baum wird ein mattes Lieht verbreitet 	Bewegt man den
Schwamm abwechselnd etwas nach oben oder nach unten, so wird
beim Hinaufrileken der obere, beim Hinabrckeu der untere Streifen
sichtbarer. Man kann die Figur dadurch bemerkbarer machen,  dass
man den Schwamm in einem kurzen Intervalle schnell auf und nieder
bewegt. Die scheinbare Grosse und Kleinheit der Figur hngt brigens
wie bei allen Spectris davon ab, wie weit man sie in den usseren
Baum projicirt; daher wird sie bei Entfernung des Schwammes vom
Auge grsser, bei Nherung desselben kleiner. Das Licht dieser
Streifen ist matt liehtblulieh.
	Wenn man den Versuch etwas lnger (20-30 Seeunden) fort-
setzt, ohne das Auge durehWeehsel mit Finsterniss ausruhen zu lassen,
so wird man unfhig, die Erscheinung ferner zu bemerken, bis sich
die Empfindlichkeit durch Schliessen der Augenlider wieder sammelt.
Die Bemerkbarkeit derselben hngt auch von dem Grade der Leuch-
tung ab. So oft der mit Salpeter gebeizte Schwamm strker auf-
glimmte, oder sanft angeblasen wurde, erschien die Figur deutlicher
und wurde wieder schwcher oder verschwand bei geringerer Leueh-
tung. Im Gegentheile macht eine hhere Leuchtung ihrer Sichtbarkeit
schon insofern Eintrag, als sie entweder die im Hintergrunde liegenden
Gegenstnde mit beleuchtet, oder das so usserst schwache Lieht durch
die strkere Liehtempfindung verdrngt. . . . . . . . . . . . . . . . . .
	Eine wesentliche Bedingung zur Erscheinung der Ellipse ist eine
bestimmte Kleinheit des Lichtbildes, indem sie bei einer breiteren
Flamme nicht mehr bemerkbar ist. Das Lichtbild muss so viel mglich
nur ein Element der Linie selbst sein, es muss die Aufmerksamkeit
coneentrirt erhalten, ohne sie auf einer grossen Flche zu zerstreuen.
Aber auch die Kleinheit hat ihre Grenze, indem mit dem Kleiner-
werden des Lichtbildes auch der Grad der Leuehtung vermindert
wird. ..............
	Dass diese Ellipse mit einer constanten organischen Bildung im
Inneren des Auges in Verbindung steht, dass ihre Erzeugungsstelle
zwischen der Eintrittsstelle des Sehnerven und dem Axenpunkt der
Itetina ihren Sitz hat, wird auch Niemand bestreiten, der einmal sieb
die -Muhe nahm, die Erscheinung mit Deutlichkeit vor den Sinn zu
bringen.  . . . . . . . . . . . . . . . . .
	Ich kann nach vielfltigen eigenen und fremden Beobachtungen
	die Exaetheit dieserAngabeu vollkommen besttigen. Statt des 
Znd-schwammes 
bediente ich mich mit gleichem Erfolge dnner Stengel
