﻿(vil) Zur objectiver) Erklärung einiger sog. subjective!) Gesichtserscheinungen.
wenn ein solches Bild überhaupt scharf genug erschiene,, um so analy-sirt werden zu können, jeden Strich allmählich seiner Länge nach aus der einen in die andere Nuance übergehen sehen und jedesmal, wo ein Strich seine lichteste Stelle hätte, würden die benachbarten am dunkelsten sein, und umgekehrt».
Bergjiaxx hat einen solchen Fall 1. c. S. 102 durch ein in Zahlen ausgeführtes Beispiel belegt. Die Breite der Stäbe und Zwischenräume war nicht gleich der Hälfte des Durchmessers eines Sechseckes angenommen, sondern jeder Stal) und jeder Zwischenraum deckte ,7/:,2 eines Sechseckes, so dass also auf einer Ileilie von siebzehn Sechsecken sechszelmmal Weiss und sechszehnmal Schwarz abwechselnd sich abbilden musste.
Aus der Rechnung ergab sich, dass unter den gemachten Voraussetzungen dunklere und hellere Stellen entstehen müssen, welche sowohl nach Länge als quer mit einander ab-wech sein.
Hiermit erscheint mir nun im Allgemeinen das Räthsel gelöst, wie die musivisch ungeordneten lichtempfindenden Elemente der Zapfen- und Stäbchenschicht die primären schachbretartigen Felder-clicn der Lichtschattenfigur zu erzeugen im Stande sind, wenn sic durch die Spalten der rotirenden Pappseheibc im Vorübergleiten erhellt werden.
An der linearen Lichtschatteugrenzc der Spalten muss nämlich nothwendigerweise eine ungleichmässige Vertheilung des Lichtes in den nach Brücke katoptrisch und lichtsondernd wirkenden Elementen der Zapfen- und Stäbchenschicht, nach einem bestimmten mit ihrer Anordnung zusammenhängenden Gesetze, obj ectiv stattfinden.
Bei dem Fortgleiten der hellen Spaltenbilder Uber die Retina muss sich ferner diese objective ungleichmässige Vertheilung von Hell und Dunkel über das ganze Sehfeld verbreiten ; und, indem die Lichteindrücke eine messbare Zeit nachwirken, so wird endlich, je nach der Rotationsgeschwindigkeit der Scheibe, der Breite und Anzahl der Spalten etc., ein Beharrungszustand erzeugt, durch welchen diese ob-jectiven Erhellungsdifferenzen subjectiv zur Wahrnehmung kommen.
Eine Anwendung der von Bergmaxx erörterten Verhältnisse auf unseren Fall darf man sich um so eher erlauben. als eine mit Spalten versehene rotirendc Scheibe gewissermaassen auch als ein Gitter von dunklen und hellen Streifen, deren Breite von der Breite und Anzahl der Spalten und von der Rotationsgeschwindigkeit der Scheibe abhängt. betrachtet werden kann.