(34 Zur objectiven Erklrung einiger sog. subjectiven Gesichtserscheinungen.

bige Glastafeln gehen, so treten mitunter prchtige complementre
Farben in der Lichtschattenfigur auf.
	Die sogenannten  s ecu u d  ren  Gestalten, welche PURKYNI mit
dem Namen Aehtstrahl, Schneekcnreehteck etc. bezeichnet, bilden
sich in unbestimmter Folge auf dem gewrfelten Hintergrunde und
gleichsam aus den Elementen desselben.
	Sie treten, wie PURKYNi angiebt, am leichtesten auf, wenn man
vor den geschlossenen, von der Sonne beschienenen Augenlidern mit
den aus einander gehaltenen Fingern der Hand rasch hin und her
fhrt.
	Der Schlssel zur Erklrung dieser primren und secundren Er-
scheinungen drfte sich nun, wie ich gleich weiter ausfhren werde,
in einem durch BEnGMANN angeregten Gesichtspunkt gefunden haben;
dagegen scheint mir dieselbe Vorstellung zur Erklrung der mit sol-
cher Schrfe in meinem Auge auftretenden Mosaik von hell und scharf
contourirten matten Scheibchen aus mancherlei Grnden nicht vllig
auszureichen.
	BERGMANN lint bekanntlich (Zeitschrift fr rationelle Medicin,
Bd. II, 1S58' die merkwrdigen Tuschungen, welche fast constant
hei der Betrachtung seiner Gittertfelchen aus grsserer Entfernung
entstehen - 'nmlich dass man die Bichtnng der Gitterstbe z. B. ge-
rade senkrecht gegen die wirkliche deutlich zu sehen meint, oder wohl
auch das ganze parallel gestreifte Tfelehen fr sehaehbretartig oder
sechseckig gefeldert hlt - sehr glcklich ans der wahrscheinlichen
Anordnung der Zapfen am gelben Fleck, und unter der Voraussetzung,
dass ein Zapfen eine Seheinheit reprsentire, zu erklren vermocht.
	Dieselbe Betrachtung hat HELMHOLTz zur Erklrung der schon
von PURKYN bemerkten Verwandlung paralleler gerader Linien in
wellenfrmige etc. bentzt KARsTEN's Eneyclop. Bd. 1, 5. 217', und
ich werde sie jetzt fr die angegebenen Erscheinungen zu verwerthen
suchen.
BERGMANN sagt 1. c. 5. 100
	I)a die Zapfen im Allgemeinen im Querschnitte hexagonal er-
scheinen, da einander benachbarte Zapfen ebenfalls im Allgemeinen
in der Fovea central/s) keine merklichen Grssennntersebiede darbie-
ten, und da endlich die Krmmung der Augenhute im Verhltniss zu
den sehr kleinen Zapfen als unbetrchtlich erscheint, so wird es er-
laubt sein, versnehsweise die Vorstellung grundleglieh zu machen,
dass die Zapfen in kleineren Gruppen( so neben einander geordnet
sind, wie regelmssige gleichseitige, unter einander gleich grosse
Sechsecke auf ebener Flche zu gnzlicher Erfllung des Baumes ger
