﻿Das Myochronoskop.	64')
Zeitintervalles somit der Nervenleitungsgeschwindigkeit benützt werden.
Um sich zn vergewissern, dass der den Voraussetzungen entsprechende Erfolg des Versuchs, den man einige Male wiederholen kann, wirklich nur von der Langsamkeit abhängt, mit welcher sich die Erregung in den Nerven fortpflanzt und nicht etwa blos durch ein günstiges Zusammentreffen von zufälligen Umständen 'wie verschiedene Energie der Präparate, ungleiche Innigkeit der Contacte, ungleiche Belastung und Spannung der Muskeln etc. etc.) bedingt sei, so wird die Wippe Uj beim zweiten Versuch umgelegt, der reizende Strom bricht nun in die durch Punkte angedeutete Leitung, erregt iY, bei //, also entfernter vom Muskel A2 bei x', also näher am Muskel. Dem entsprechend muss jetzt M, früher zucken als 4/, und der Contact d früher unterbrochen werden als der Contact c. Der chronoskopische Strom findet daher bei Oeffnung des Contactes c die Leitung zum Muskeltelegraphen bereits unterbrochen und das Signal muss ausbleib en.
Das Gelingen des zweiten Versuches. den man gleichfalls einige Mal wiederholen kann, macht den ersten bindend, indem an den Bedingungendesselben gar nichts geändert wurde, als die Lage der erregten Stellen an den Nerven durch Umlegen der Wippe TFj — und die dem ersten Versuch etwa günstigen zufälligen Nebenumstände den zweiten Versuch unbedingt vereiteln müssten.
Das Ausbleiben des Muskeltelegraphensignals im zweiten Versuch eontrolirt das Gelingen des ersten Versuchs und macht denselben streng beweisend; dieses Ausbleiben würde aber auch dann zu Stande kommen können, wenn die Contacte bei c und d unter den obwaltenden Bedingungen des zweiten Versuchs gleichzeitig unterbrochen würden.
Wollte man schliesslich auch noch zeigen — was aber für unsern Zweck überflüssig ist — dass das Ausbleiben des Signals im zweiten Versuche davon herrührt, dass der Contact bei d früher aufgehoben wurde als der Contact bei c, so müsste man bei dem dritten Versuche, ohne sonst irgend etwas zu ändern, den Bügel eines Commutators IV,. aus welchem ebenfalls das Kreuz ausgenommen worden ist, umlegen, wodurch der Hebel//2 genau eben so zur gut leitenden Nebenschliessung für die Zweigbahn der Muskeltelegraphenleitung würde, wie es vor dem Umlegen des Bügels der Hebel Hv war, indem jetzt der chronoskopische Strom den Commutator 1V2 durch die zweite (punktirtej Leitung verlässt siehe Fig. I .
Demgemäss würde dann beim dritten Versuch wieder ein Muskel-