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Das Myochronoskop.
Wiederherstellung der Contacte bei e und d wird durch die Zuckungen der Wadenmuskeln bewerkstelligt und es ist nun leicht ersichtlich, auf welche Weise mein Apparat anzeigt, ob die beiden Wadenmuskeln gleichzeitig oder ungleichzeitig gezuckt haben und in letzterem Falle, welcher von ihnen früher, welcher später gezuckt hat.
a Gibt der Muskeltelegraph bei der Unterbrechung der Contacte bei c und d ein Signal, welches bei der Wiederherstellung der (Contacte ausbleibt, so hat sich der Muskel -1/, merklich früher zusammengezogen und früher (oder gleichzeitig seine ursprüngliche Länge wieder erreicht als der Muskel 31,.
b Tritt bei der Unterbrechung der Contacte in c und d kein Signal des Muskeltelegraphen ein, erscheint es jedoch bei der Wiederherstellung der Contacte, so liât sich der Muskel M2 jedenfalls früher verlängert und früher oder gleichzeitig; zusaminengezogen als der Muskel I/,.
c Kommt endlich weder bei der Oeffnung noch bei der Schliessung der Contacte in c und d ein Signal zu Stande, so haben beide Muskeln entweder ganz gleichzeitig gezuckt oder M, hat sich früher zusammengezogen als j1/|. J/| früher wieder verlängert als M2.
Da es uns vorläufig nicht darauf ankam, den zeitlichen Verlauf der ganzen Zuckung der beiden Muskeln mit einander zu vergleichen, sondern lediglich darauf, die Zeitdifferenz sichtbar zu machen, welche zwischen dem Beginne der Zusammenziehungen als eine unmittelbare Folge der endliche n Fort p fl a nzungsgesc h w i n d i g k e i t der Nervenerregung eintreten soll, so wurden folgende Anordnungen getroffen.
Erstlich habe ich dafür gesorgt, dass ausschliesslich der Erfolg der Unterbrechungen der Contacte bei c und d. welche mit dem Beginne der Zuckungen zusammenfallen, in Erscheinung treten kann. Die Leitung des chronoskopischen Stromes wurde nämlich immer schon früher bleibend unterbrochen, ehe sich die Contacte durch die Verlängerung der Muskeln wieder hersteilen konnten.
Die Anwendung des bekannten sinnreichen liELMiioLiz'schen Verfahrens mit dem Quecksilbertropfen erschien mir etwas umständ-
lich. Ich kam dafür auf den einfachen Gedanken. ein empfindliches Telegraphenrelais in die Hauptleitung des chronoskopischen Stromes auf eine solche Art einzuschalten, dass, wenn der Anker auf den Eisenkern nieder-
Fig, 2.
gedrückt wird, sich bei ///. Fig. % der Contact herstellt und der Strom durch den Hebel in die Drahtrolle des Elektromagneten geht. Der