﻿XLIX.
Ueber Pflüger's Versuch, die Abhängigkeit des elektrotonischen Erregbarkeitszuwachses von der Zeit zu bestimmen und über einen neuen Versuchsplan zur exacten Ermittelung derselben,
(Vorläufige Bemerkungen.)
[Reichert's und du Bois-Reymond $ Archiv 1805.]
Die Anordnung seines sinnreichen Versuche» beschreibt Pflüger bekanntlich »Physiologie des Elektrotonus«. Berlin I $59. S. 442 fol-gendermaassen :
»Ich präparire zwei stromprüfende Schenkel von demselben Frosche. Lien Nerven des einen Schenkels lege ich mit dem Plexus sacral is auf ein Elektrodenpaar von 4 mm Spannweite, so aber, dass die intrapolare Strecke vom Querschnitt etwa S—10 nun noch entfernt ist. Dieses Elektrodenpaar steht mit einer nicht geschlossenen VoLTA'sclien Säule von 5—6 OtiOVEsehen Elementen in Verbindung. Man denke sich nun diesen Iscliiadicus horizontal sanft ausgespannt und zwischen Muskel und dem genannten Elektrodenpaar, welches ich fortan das erste nennen will, ein zweites Elektrodenpaar von gleicher Spannweite wie das erste angebracht. Die zwischen beiden intrapolaren Strecken gelegene Länge des Nerven sei = 5 mm. Das zweite Elektrodenpaar besteht nur aus zwei geraden, mit einander durchaus parallelen, horizontal liegenden, sonst isolirten Platindrähten. Ueber die beiden anderen noch freien Enden dieser Platindrähte brückt man dann den Nerven des zweiten stromprüfenden Schenkels, welcher ganz durch Dias und Luft isolirt ist, wie der erste«.
»Die Spannweite des zweitenEleklrodenpaares am zweiten Nerven sei gleich der am ersten Nerven und umfasse genau dieselbe Stelle bei