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Sphygmische Bemerkungen,
Wiener akademische Sitzungsberichte. XLVII. Bei. 186'S.]
A iekordt hat hekaimtlieli zuerst die graphische Fixirung des Pulses beim Menschen durch seinen Wphvgmographen ermöglicht und wirklich ausgetuhrt. Dieses Instrument wurde dann von Make y wesentlich verändert und in mehrfacher Hinsicht entschieden verbessert.
Die MAREY'schen Pulscurven weichen aber von den Yierordt-schen so bedeutend ah. dass in der Construction und ’Wirkungsweise eines dieser Instrumente. vermittelst welcher die Gurven gewonnen werden, ein Cardinalfchler stecken muss, womit nicht gesagt sein soll, dass eine der beiden Pulscurvenformen nothwendig die richtige sei.
Dies ist überhaupt gar nicht zu erwarten. da ein nie ganz ohne Reibung schreibender Fiihlhebel von einiger 'seihst hei Marey’s Instrumente nicht zu vernachlässigender träger Masse gewisse Unrichtigkeiten in die verzeichnete Curve einführen muss. Ueberdies ist die Veranstaltung, durch welche der Fiihlhebel den Bewegungen der Arterie zu folgen gezwungen wird, weder hei Yierordt's noch hei Marey's Instrument ganz vorwurfsfrei zu nennen.
’Während sich hei ersterem der Fiihlhebel durch die eigene Schwere an die Arterienwand andrückt und hierdurch mit derselben während ihrer Bewegungen in unverändertem Contact erhalten werden soll, empfängt die Impulse der Arterie hei letzterem zunächst eine starke elastische Feder, welche auf die Arterie drückt , und erst mit dieser steht der Fiihlhebel durch seine Schwere und den Druck einer zweiten zarteren Feder in Berührung.
Die Anzeigen solcher Pulswellenzeichner können begreiflicher Weise den Lumenveränderungen der Arterie, wie seihe unter natürlichen Verhältnissen beim Durchgänge der Pulswelle eintreten. niemals genau entsprechen.