662 Ueber die in den Sehnen der schiefen Bauchmuskeln bei Frschen etc.

hung der geraden Bauchmuskeln und ihrer Inseriptiones tendinene, so
wie des grossen Brustmuskels erinnern.
	Beim Frosehe verluft zu beiden Seiten der Mdianlinie vom
Zungenbein bis zur Schambeinfuge je ein platter, parallelfaseriger
Lngsmuskel, welcher von DUGES unter der Bezeichnung Masc. pubio-
hyoldien aufgefhrt wurde. Derselbe ist durch fnf Inscriptiones tendi-
neue in sechs der Lnge nach auf einander folgende Abschnitte getheilt.
Der oberste an's Zungenbein angeheftete Abschnitt heisst bei DUES
auch Muse. stemno-hyoidien, der zweite bis sechste Abschnitt bildet (lie
Muse. recti abdoininis. Die erste Inscriptio tendinea, welche die letzte-
ren Muskeln von dem ersteren trennt, liegt hinter dem Piocessus xyphoi-
deus und wird von diesem zum grssten Theil bedeckt )Fig. III, 1
	Die beiden untersten Abschnitte der geraden Bauchmuskeln sind
bedeutend breiter als die brigen. Dies rhrt daher, dass sich die
usseren Bndel des grossen vorn Oberarm entspringenden Brust-
muskels auf ihrem Wege zur Schambeiimfuge an die geraden Bauch-
muskeln seitlich anlegen und gerade an denselben Stellen, wie diese
ebenfalls (zwei) Insciipt. tendineae aufnehmen, so dass sie daselbst mit
den Muse. rectis mir Eine Masse zu bilden scheinen. So innig diese
Verschmelzung auch ist, so wird die Zusammengesetztheit der zwischen
der vierten und fnften Insci. tend. und der Sehambeinfuge befindlichen
geraden Bauehmuskehmassen durch das Verhalten der weissen Streifen,
die sich lngs der ventralen Anheftumigshinien der beiden Muse. obliqui
finden, unverkennbar angedeutet Fig. III).
	Whrend nmlich die beiden ventralen weissen Streifen bis etwa
zur Mitte der vierten Inscriptio tendinea lngs des usseren Randes der
Muse. iecti mit der, die vordere Flche derselben bedeckenden Fascie
verschmelzen, trennen sich von dieser Stelle an ihre Wege, wie, wenn
sie durch jene vom grossen Brustmuskel stammende Portion der beiden
untersten Abschnitte der geraden Bauchmuskelmassen auseinander ge-
drngt wrden (Fig. III).
Der dem Muse. obi. exteenus zugehrige weisse Streifen )e: wendet
sich nmlich lngs der usseren Hlfte der vierten Inseriptio ten dineu
nach aussen, biegt dann nach unten um und verluft sich verjngend,
am usseren Rande jener Portion, gegen den Schenkelbug Fig. lie).
	Der dem Muse. obi. internus zugehrige weisse Streifen )d tritt
hingegen an der genannten Stelle Fig. Iii d'), von der die vordere
Flche der Muse. reeti deckenden Fascie an die, die hintere Flche
derselben bekleidende, vom Peritoneum berzogene Fascie und ver-
luft ohne seine Richtung zu ndern, gleichsam die innere, an die
Muse. iecti stossende Grenze jener Portion markirend, gegen die Scham-
