LI.
Ueber die in den Sehnen der schiefen Bauchmuskeln
bei Frschen vorkommenden "Inscriptiones elasticae",



[Wiener akademische Sitzungsberichte, XLVIII. Bd. 18C3.]


(Hierzu Tafel 25).




	Unter dieser Bezeichnung beschrieb ich krzlich die eigenthm-
liche Structur jener scharfbegrenzten weissen Streifen, welche bei vie-
len Frischen sowohl auf der Rcken-, als auf der Bauchflache gleich
in die Augen springen, sobald man dieselben enthutet hat.
	Diese Streifen oder Inscriptiones einsticac, obschon gewiss allen
Anatomen und Physiologen dem Ansehen nach bekannt, sind meines
Wissens frher niemals genauer beachtet und untersucht worden.
	Die nachfolgenden Zeilen enthalten eine ausfhrliche Darstellung
Alles dessen, was ich seit meiner ersten Notiz 1) ber dieselben ermit-
teln konnte.
	Sie sind, wie die Zergliederung der Bauchmuskulatur lehrt, nichts
anderes, als in die platten hautartigen Sehnen der beiden schiefen
Bauchmuskeln, knapp am Contour der Muskelfaserenden, eingewebte
Massen dichten elastischen Gewebes.
	Solcher Streifen finden sieh an einem Thiere im Ganzen acht, vier
auf dem Rcken, vier auf der Bauchflache, von denen je zwei, theil-
weise sich deckend, symmetrisch zu beiden Seiten der Mittellinie ge-
lagert sind.
	Die Fasern der schiefen Bauchmuskeln inseriren sich einerseits
in die Fascien des Rckens. andererseits in die des Bauches. Der
Muse. obliquus internus sendet seine Fasern von hinten und unten
sehnig nach oben und vorne, (lie oberen Bndel desselben gehen
1 Centrallil. f. d. med. Wiss. Berlin. Nr. 50, 14. Nov. lS3.
