﻿Mittheilungen aus dem physiologischen Privatlaboratorium in Prag- 697
benen Collodiumplatte eines photographischen Apparates verzeichnen, welche sich statt des Schirmes in W zu befinden hätte.
Wenn ich meine a. a. 0. angedeuteten Ideen zur Begründung der optischen Sphygmograpliie oder Photosphygmographie und zur exacten Ermittelung der wahren Pulsbilderformen durch diese neue, völlig vorwurfsfreie selbstregistrirende Methode, hier nochmals etwas ausführlicher mitgetheilt habe, ohne zugleich schon Resultate dieser Technik vorlegen zu können, so geschah dies um anzuzeigen, dass ich meine Bemühungen in dieser Richtung keineswegs fallen gelassen oder aus den Augen verloren habe.
So lange die Photosphygmographie keine vollendete Thatsache ist. wird man hinsichtlich der Beurtheilung des Werthes der Anzeigen des Vierordt’sehen, des MAREY’schen Sphygmographen etc. auf eine eingehende theoretische und experimentelle Kritik dieser Pulsmaschinen beschränkt bleiben, bei welcher es sich, wie ich im Gegensätze zu Vierordt 1 behaupten muss, eben so wohl »um das handelt, was dieselben ausserhalb des Körpers leisten, als wie sie sich speciell den Pulsbewegungen gegenüber verhalten«.
Es ist in kritischer Beziehung bereits Manches, durch Vierordt selbst und besonders durch Dr. Mach geleistet worden, doch will es mir scheinen, als ob die Sache noch lange nicht zu einem völlig befriedigenden Abschluss gelangt wäre.
Einen Beitrag zur Experimentalkritik der Pulswellenzeichner beabsichtige ich später einmal zu liefern.
Hier will ich nur noch bemerken, dass ich nicht glaube, dass die Photosphygmographie bestimmt ist, die mechanischen Pulswellenschreiber in praxi zu verdrängen, sondern vielmehr nur dazu den wahr en Ausdruck des Gesetzes zu finden, nach welchem die Pulsbewegungen erfolgen, und den Grad der Zuverlässigkeit der, durch die mechanischen Sphygmographen gelieferten Pulsbilder endgiltig zu bestimmen.
B. Vom Pulsspiegel.
Der naheliegendste der übrigen, die Verwendung träger Massen nicht ganz umgehenden Wege die Lichtstrahlen gleichsam als Fühlhebel an den pulsirenden Arterien zu appliciren, um deren Bewegungen in vergrössertem Maassstabe sichtbar zu machen, führte mich zu der
S. dessen Artikel : Die Anforderungen an den Sphygmographen.